Bericht
„Eine unverschämt-mutige Bande gründen“
Clara Weyde, Clemens Leander und Bastian Lomsché leiten ab Sommer 2027 das Schauspiel Leipzig
Assoziationen: Sachsen-Anhalt Sachsen Schauspiel Leipzig Theater Magdeburg

„Unser Interesse an Stoffen, in denen nach der gesellschaftlich relevanten, blutigen Wurzel gesucht wird, ist schamlos und breit gefächert“, heißt es in der Bewerbung von Clara Weyde, Clemens Leander und Bastian Lomsché: „Ziel ist die Gründung einer unverschämt-mutigen Bande, deren Mitglieder sich gegenseitig inspirieren, herausfordern und aneinander wachsen.“ Die Zitate stammen allerdings aus dem Jahr 2016, als sich das Dreierteam für das Theaterhaus Jena beworben hatte. Bekanntermaßen hatte Wunderbaum den Zuschlag erhalten und wurde am Ende mit der „Hundekot-Attacke“ zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Wunderbaum war die letzte große Erfolgsgeschichte aus den Neuen Bundesländern, bevor das Theater Magdeburg punktete. Genauer die Schauspielsparte. Das Dreierteam ist sich dabei treu geblieben. Für die unverschämt-mutige Bande gab es Einladungen zu Festivals nach Mülheim und Heidelberg, den Martin-Linzer-Preis 2025; „Blutbuch“ wurde zum Theatertreffen 2025 eingeladen – das erste Mal, dass Magdeburg ein Ticket nach Berlin bekam, schließlich wurde Magdeburg „Theater des Jahres 2025“. Drei Spielzeiten haben gereicht, um das Theater in die Bundesliga zu katapultieren.
Die Schauspielsparte des Magdeburger Theaters hat sein Domizil in einer ausgebauten Villa aus der Gründerzeit. Das Haus wirkt ziemlich verbastelt. Die große Bühne ist eigentlich eine kleine mit rund zweihundert Sitzplätzen, die ganz kleine Bühne hat etwa siebzig und Magdeburg...

.jpeg&w=3840&q=75)















