Das Wichtigste vom Tag
Mittwoch, 11. März 2026
Theaterpreis Berlin 2026 für Majdalanie und Mroué ++ Auswahl für das Festival „radikal jung“ 2026 steht fest ++ Ivna Žic erhält WORTMELDUNGEN-Literaturpreis 2026
Assoziationen: Bayern Hessen Berlin Dossier: Festivals Rabih Mroué Ivna Žic Berliner Festspiele Münchner Volkstheater

Berlin: Theaterpreis Berlin 2026 für Majdalanie und Mroué
Die Stiftung Preußische Seehandlung verleiht den mit 20 000 € dotierten Theaterpreis Berlin 2026 an die in Beirut geborenen und in Berlin lebenden Theatermacher Lina Majdalanie und Rabih Mroué, wie die Berliner Festspiele mitteilten. Die Auszeichnung wird am 2. Mai 2026 im Haus der Berliner Festspiele im Rahmen des 63. Theatertreffens (1. bis 17. Mai 2026) durch Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson als Vertreterin des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner überreicht.
Majdalanie und Mroué arbeiten seit 1990 zusammen, führen Regie, stehen als Performer auf der Bühne und schreiben Theatertexte, wobei ihre Lecture Performances persönliche Erfahrungen mit politischer Geschichte verbinden, insbesondere mit Blick auf Konflikte im Libanon. Die Jury würdigt ihr international wegweisendes, minimalistisch gehaltenes und zugleich „maximal poetisches“ Werk, das mit subtilem Humor und radikaler Subjektivität dominante Narrative hinterfragt und die Sprache des zeitgenössischen Theaters nachhaltig erweitert.
München: Auswahl für das Festival „radikal jung“ 2026 steht fest
Das Münchner Volkstheater hat die Auswahl für die 2026er-Ausgabe des Festivals für junge Regie „radikal jung“ bekanntgegeben. Das Festival versteht sich als Bühne für die nächste Generation von Theatermacherinnen und Theatermachern und findet traditionell im Münchner Volkstheater statt.
Die nominierten Stücke sind:
„Antigone“ von Roland Schimmelpfennig nach Sophokles
Regie: Mikheil Charkviani
Hessisches Staatstheater Wiesbaden
„Hello“ von Olivia Hyunsin Kim/ddanddarakim
Regie: Olivia Hyunsin Kim/ddanddarakim
Sophiensaele Berlin
„Minihorror“ nach Barbi Marković
Regie: Alina Fluck
Theater Magdeburg
„Opera of Hope“ von Mable Preach
Regie: Mable Preach
Kampnagel Hamburg
„Die Allerletzten“ von Marco Damghani
Regie: Marco Damghani
Maxim Gorki Theater Berlin
„Unruhe“ von Groupe Crisis / Nolween Peterschmitt
Regie: Nolween Peterschmitt
Freie Produktion aus Marseille / Frankfreich
„Anleitung ein anderer zu werden“ von Édouard Louis
Regie: Chiara Liotine
Thalia Theater Hamburg
„Der Idiot“ nach Fjodor Dostojewski
Regie: Milena Michalek
Theater Münster
„Heidi“ von Lena Reißner und Ensemble
Regie: Lena Reißner
Theater Freiburg
„Die Nashörner“ von Eugène Ionesco
Regie: Anna Marboe
Volkstheater München
„Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt
Regie: Lily Kuhlmann
Vagantenbühne Berlin
„Der Zauberer von Öz. Eine Fußballtragödie“ von Akın Emanuel Şipal
Regie: Aram Tafreshian
Theater Bremen
Eine Fachjury sichtet über ein Jahr hinweg Inszenierungen junger Regisseurinnen und Regisseure aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Im Mittelpunkt stehen innovative ästhetische Zugriffe, neuartige Formsprachen und der besondere Umgang mit sehr unterschiedlichen Textformen, mit denen das Festival einen Ausblick auf zukünftige Handschriften im europäischen Theater geben will. Der Jury gehörten in diesem Jahr der Theaterkritiker C. Bernd Sucher, nachtkritik.de-Redakteurin Christine Wahl, die Dramaturg:innen des Münchner Volkstheaters Hannah Mey und Leon Frisch sowie die Schauspielerin und Regisseurin Isabelle Redfern an.
Frankfurt am Main: Ivna Žic erhält WORTMELDUNGEN-Literaturpreis 2026
Die Autorin Ivna Žic wird für ihren Essay „Die Unversehrten“ mit dem „WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis 2026“ ausgezeichnet, wie die Crespo Foundation mitteilte. Der mit 35 000 € dotierte Preis würdigt kurze literarische Texte, die sich kritisch mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen, und wird zum neunten Mal verliehen; die Preisverleihung findet am 12. Juni 2026 in Frankfurt am Main statt.
Žic, 1986 in Zagreb geboren und heute als freie Schriftstellerin und Theaterregisseurin in Wien und Zürich tätig, setzt sich in „Die Unversehrten“ literarisch mit einer Long-Covid-Erkrankung auseinander und reflektiert dabei unter anderem über Migration, Kapitalismus und Gesundheitspolitik. Der prämierte Essay erscheint im Juni 2026 in der Reihe WORTMELDUNGEN im Verbrecher Verlag; der Literaturpreis ist ein Programm der Crespo Foundation in Kooperation mit dem Literaturhaus Frankfurt und dem Verbrecher Verlag.
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Redaktionsschluss: 15:30 Uhr
Erschienen am 11.3.2026

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