Flexibel, frisch und perfektErich-Weinert-Ballett in der Volksbühne
Aus N-Z, 14.12.1988
von Volkmar Draeger
Erschienen in: Die andere Seite – Tanz in der DDR von 1975 bis 1997 (04/2026)
Seit Jahren ist das Ballett des Erich-Weinert-Ensembles der NVA regelmäßig zu Gast in der »Stunde des Tanzes«. Teilte es sich anfangs gemeinsam mit anderen Ensembles den Abend, so stellte es zum drittenmal eine eigenständige Produktion vor. Die knapp 30köpfige Gruppe kann auf eine rund 35jährige Entwicklung zurückblicken, in der zahlreiche Preise und Auszeichnungen Akzente setzten. Soldaten aller Waffengattungen sind das Zielpublikum dieses durch unser Land tourenden Reise-Ensembles; häufig bestreiten Ballett, Chor und Orchester gemeinsam Großveranstaltungen.
Das Anliegen der Ballettprogramme besteht vornehmlich darin, den Soldaten das Genre Tanz nahezubringen. Für viele der Wehrpflichtigen, namentlich aus kleineren Städten, ist dies die erste Begegnung mit jener vielfältigen Bühnenkunst. Und auf Vielfalt legt die Spartenleitung um Oberstleutnant Peter Büttner seit jeher Wert. »Auf in den Kampf ...« heißt die neueste Produktion, für die wieder 50 bis 60 Auftritte vor militärischem Publikum geplant sind.
Gestaltete das Kollektiv lange Nummernprogramme, waren die letzten Kreationen im weiteren Soldatenmilieu von Dienst bis Freizeittraum angesiedelt und wohlkonzipiert. Im neuen Abend wagt sich das Ensemble wieder an ein Novum: Enthält der erste Teil kaleidoskopartig Tänze verschiedenster Stilistik, so bildet den zweiten Teil erstmals ein Handlungsballett: Bizet/Schtschedrins »Carmen-Suite«. Die Anfangszeile aus dem Torerolied lieh dem Unternehmen auch den Titel.
Zehn Choreographen...
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