Das Festival marionNEttes in Neuchâtel wurde 1985 von Corinne Grandjean und Yves-Vano Baudin gegründet, die zusammen lange das Leitungsteam des dort ebenfalls ansässigen Théâtre de la Poudrière bildeten. Nach dem viel zu frühen Tod von Baudin im Jahr 2013 leitet Grandjean das Festival zusammen mit Noëlle Bron. Nun konnte im Herbst 2022 bereits die zwanzigste Ausgabe durchgeführt werden – wenn das kein Grund ist, sich selbst, die Szene und nicht zuletzt das Publikum zu feiern! So wird die aktuelle Ausgabe anlässlich des Jubiläums laut Programmheft als hommage verstanden: eine Hommage an die unzähligen grossartigen Künstler*innen, die ihre Kunst teilen, wie auch an uns Zuschauer*innen, die während der Aufführungen ihr Herz öffnen.
Mit dieser Ausgabe ändert das biennal durchgeführte Festival seinen Rhythmus: Nach einer (coronabedingt) verkürzten Ausgabe im November 2021 fand es im Folgejahr erneut vor Ort in den diversen Kulturlokalen der Stadt am Neuenburgersee und in La Chaux-de-Fonds statt.
Vieles ist gleich und doch einiges anders: Oft gesehene Künstler*innen wie Philippe „Flop“ Lefebvre (mit der Groupe ZUR, FR), Neville Tranter oder das Theater Meschugge sind in Neuchâtel präsent – Pierre Meunier ist gleich mit einer Produktion, einem Konzert und einer Filmreihe vertreten. Doch stechen beim Blick ins Programmheft zwei weitere...