Von den Anfängen des Balletts in der DDR
Aus TdZ 12/1979
Erschienen in: Die andere Seite – Tanz in der DDR von 1975 bis 1997 (04/2026)
Eine schriftlich fixierte »Geschichte der Tanzkunst und des Balletts in der DDR« existiert noch nicht. Deshalb war eine Veranstaltung der Sektion Bühnentanz des Verbands der Theaterschaffenden als Vorarbeit für ein solches Buch gedacht. Choreographen und Pädagogen (leider keine Tänzer) der »Ersten Stunde« teilten Erinnerungen über ihr Schaffen in den Jahren 1945 bis 1955 mit. Die Begrüßung von Verbands-Präsident Wolfgang Heinz (er war durch Regietermine verhindert) verlas Rolf Iden.
Grundlage und Ausgangspunkt für das Gespräch war eine zusammenfassende und resümierende Darstellung der ersten zehn Jahre des Neubeginns, die Eberhard Rebling gab. Er erinnerte an die erste Nachkriegs-Ballett-Premiere in Berlin (27.2.1946, Staatsoper, »Don Juan« von Gluck), an Jean Weidts Choreographie der »Gajaneh-Suite«, an das erste sowjetische Ballettgastspiel in der DDR, an das neugeschaffene Ballett »Recht des Herrn«, an die
1. Tanzkonferenz der DDR im Jahre 1953 und die Realismus-Diskussion in ihrem Umkreis, an die Choreographien Lilo Grubers – an viele Tanzkunst-Ereignisse und wichtige Persönlichkeiten für unser Ballettschaffen. Es ergab sich insgesamt ein erstaunlich faktenreiches Bild von unserer Ballettentwicklung (nicht nur in Berlin) schon in ihren Anfängen.
Grita Krätke sprach über den schweren, aber erfreulichen Neubeginn in Schwerin (z. B. mit der Ballett-Uraufführung »Großstadtlichter«); die modern als Kammertänzerin ausgebildete Aenne Goldschmidt berichtete...
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