Editorial
Editorial
von Thomas Irmer
Erschienen in: Theater der Zeit: Bühnenmütter und Mütternarrative (03/2026)
Assoziationen: Deutsches Theater (Berlin)

Die Arbeit am lange geplanten Schwerpunkt dieses Heftes ging aufs Finale zu, da warteten die geschätzten Kolleginnen und Kollegen von der nachtkritik mit einem besonderen Meinungsstück zum Thema auf. Ein Rundumschlag von Katrin Ullmann gegen „Frauenthemen“ auf dem Theater („langweilig, will ich nicht mehr sehen“), der allein schon mit dem Titel „Wenn das Theater seine Tage hat“ das doch eher weite Feld dieser in den letzten Jahren entstandenen Theaterarbeiten aufs Psycho-Physische zuspitzte und mit einem vermeintlich nur trendigen Phänomen abrechnete. Kann man machen. Wir wollten es auf jeden Fall anders machen und hätten eigentlich gern den Bogen noch viel weiter gespannt. Jede(r) urteile erst mal für sich.
Dass die Team-Intendanz des Erfolgsschauspiels Magdeburg nach Leipzig wechselt, war gewiss eine der meist diskutierten und beglückwünschten Meldungen der letzten Tage. Wenn Claudia Weyde, Bastian Lomsché und Clemens Leander zusammen in die Messestadt gehen, heißt das auch (für die Theatergeschichte), dass mit dieser Berufung erstmals ein Team die Arbeit an einem größeren Theater fortsetzen kann. Das ist keinesfalls unbedeutend für künftige Veränderungen im Theaterbetrieb, und Stefan Petraschewsky schaut noch mal zurück, wie die glorreichen drei einst zusammenkamen.
Noam Brusilovskys mehr als mehrschichtiger Monolog „Fake Jews“ – hier im Stückabdruck – hatte mit dem...



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