Theater der Zeit

Das Wichtigste vom Tag

Montag, 13. April 2026

Schauspiel Chemnitz wehrt sich gegen Abschaffungspläne ++ Tom Kühnel wird Hausregisseur am Staatsschauspiel Dresden ++ Theaterprojekt in Suhl sammelt Simson-Geschichten für neues Stück

Assoziationen: Thüringen Sachsen Tom Kühnel Theater Chemnitz Staatsschauspiel Dresden

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Chemnitz: Theater wehrt sich gegen Abschaffungspläne

In Chemnitz formiert sich Widerstand gegen kulturpolitische Pläne, die Theaterstruktur der Stadt grundlegend zu verändern. In einer öffentlichen Stellungnahme spricht sich die Theaterleitung gegen Überlegungen aus, künftig auf ein eigenes Schauspielhaus in der Stadt zu verzichten und die Sparten unter einem Dach zusammenzuführen. Entsprechende Gedankenspiele kursieren laut Medienberichten, unter anderem in der Freien Presse Chemnitz und bei tag24, in Teilen des Chemnitzer Stadtrats. 

Vertreterinnen und Vertreter aus Theater, Politik und Stadtgesellschaft warnen vor einem „existenziellen Eingriff“ in die Chemnitzer Theaterlandschaft und sehen das Profil der Kulturhauptstadt Europas 2025 in Gefahr. Insbesondere die von Teilen der Kommunalpolitik ins Spiel gebrachte Zusammenlegung von Oper und Schauspiel stößt auf deutliche Kritik, weil sie langfristig einer faktischen Abschaffung des eigenständigen Schauspielbetriebs gleichkommen könnte. 

 

Dresden: Tom Kühnel wird Hausregisseur am Staatsschauspiel

Mit dem Amtsantritt des designierten Intendanten Hasko Weber wird der Regisseur Tom Kühnel als Hausregisseur ans Staatsschauspiel Dresden wechseln, wie das Theaterportal nachtkritik.de mit Verweis auf redaktionsinterne Informationen berichtete.

Kühnel, der bereits mehrfach in Dresden inszeniert hat, soll das Profil des Hauses mitprägen und kontinuierlich neue Arbeiten auf die Bühne bringen. Die Personalie markiert einen weiteren Schritt in der Vorbereitung der kommenden Intendanz und setzt auf eine langfristige künstlerische Zusammenarbeit.

 

Suhl: Theaterprojekt sammelt Simson-Geschichten für neues Stück

In Suhl ist die Recherchephase für das Theaterprojekt „Simson: Freiheit“ gestartet, bei dem persönliche Erinnerungen an das Kultmoped Simson für ein Theaterstück über ostdeutsche Identität gesammelt werden, wie MDR Kultur berichtet. Zum Auftakt ist ein erster Erinnerungsrundgang über das ehemalige Simson-Werksgelände mit früheren Beschäftigten geplant, weitere Rundgänge, Erzählcafés und Einzelgespräche sollen folgen.

Beteiligen können sich ehemalige Werksangehörige ebenso wie heutige Simson-Fahrerinnen und -Fahrer, die ihre Geschichten, Gegenstände oder Fotos einbringen möchten. Aus dem Material entwickelt Autor Aron Boks gemeinsam mit seinem Team den Text für die Inszenierung, die Anfang Oktober auf dem früheren Werksgelände in Suhl Premiere feiern soll.

 

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Redaktionsschluss: 15:00 Uhr

Erschienen am 13.4.2026

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