Theater der Zeit

Recherchen 109 "Reenacting History: Theater & Geschichte"

Recherchen 109

Reenacting History: Theater & Geschichte

herausgegeben von Günther Heeg, Helmut Schäfer, Micha Braun und Lars Krüger

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Erschienen im Februar 2014

Gedruckte Ausgabe

Paperback mit 242 Seiten

Format: 140 × 240 mm

ISBN: 978-3-943881-81-3 (Paperback)

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Herausgegeben in Kooperation mit dem Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig mit zahlreichen Abbildungen

The Battle of Gettysburg und das historische Gefecht der Völkerschlacht bei Leipzig, die Reenactments von Milo Rau und Janez Janša, Marina Abramović’ „Seven Easy Pieces“, „Gob Squad’s Kitchen“ und „Silent Walk“ von Wirthmüller/Zanki: Mit dem Geschichtsboom seit der Jahrtausendwende ist die Wiederaufführung der Geschichte zu einem Paradigma der Erinnerungskultur und des Gegenwartstheaters geworden. Als populärkulturelle und künstlerische Praxis rückt das Reenactment in den Fokus der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit.

„Reenacting History: Theater und Geschichte“ stellt die Frage nach der Erscheinung und Erfahrung der Vergangenheit in den vielfältigen Formen des künstlerischen Reenactments und blickt dabei umfassend auf das Verhältnis von Theater und Geschichte. An zeitgenössischen Theaterproduktionen, Stücken sowie populären und künstlerischen Reenactments, an historischen Dramen und Aufführungspraktiken sowie philosophischen Konzepten untersuchen die Autorinnen und Autoren die prekäre Figur des „Dramas der Geschichte“, gehen dem Verhältnis von Lebens- Geschichte und Szene nach und analysieren die Aufführung der Geschichte im Horizont eines Theaters der Wiederholung. Sie begreifen Theater als einzigartigen Ort der Aushandlung und Aneignung der Vergangenheit und erkunden „Geschichte in Zukunft“ im Medium des Theaters. Der Band erscheint im Rahmen des DFG-Forschungsprojekt „Das Theater der Wiederholung“ und einer Kooperation mit dem Theater an der Ruhr.

Pressestimmen

Das Thema "historische Reenactments" scheint auf den ersten Blick eher randständig oder nur bedingt dem Dokumentarischen zuzuordnen zu sein. Gerade die enorme ästhetische Bandbreite dieses Formats, die im Buch vielschichtig dargestellt und theoretisch anspruchsvoll reflektiert wird, macht es aber für grundsätzliche Fragestellungen zum Thema "Theater und Geschichte" interessant.

Sven Asmus-Reinsberger, Schultheater

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