Theater der Zeit

Theater der Zeit 4/2025

Florentina Holzinger

Performing Power

online lesen

Erschienen im April 2025

Gedruckte Ausgabe

Broschur mit 80 Seiten

Format: 218 × 282 mm

sofort lieferbar

versandfertig in 1-3 Werktagen

portofrei nach Deutschland

Versandkosten ins Ausland anzeigen

Ja, es gibt sie wirklich, diese kleine, eher den schwäbischen Spaßmachern zuzurechnende Firma in Stuttgart, die mit dem Titel eines Artikels in der FAZ Sweat- und T-Shirts bedruckt. „In der Oper gewesen, gekotzt“, überschrieb Simon Strauß seinen Kommentar zu den angeblich katastrophen­artigen Notarzteinsätzen während der Auf­führung von Florentina Holzingers „Sancta“ an der Stuttgarter Oper. Baden-Württemberg-Redakteurin Elisabeth Maier schaut noch einmal auf die Geschichte von Paul Hindemiths Oper „Sancta“ in Stuttgart – während man mit Florentina Holzinger auf dem Cover dieser Ausgabe natürlich auch sagen muss: Danke, Kafka! Du hast uns nicht nur Geschichten vergeblicher Sinnsuche, sondern auch ein griffiges Modell der Theaterkurzkritik hinterlassen.

Als der Schauspieler Manuel Harder, Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin, aus Chile, dem Land seiner Geburt, wieder nach Hause kam, bemerkte er mit Blick auf die Theatermacher dort: „Man muss schon dafür sterben wollen, um in Chile Theater zu machen. Es ist unglaublich – und mit hier gar nicht zu vergleichen.“ Beim Festival Teatro a Mil in Santiago hatte ihn besonders die Eröffnungsrede des Autors und Regisseurs Guillermo Calderón begeistert, in der er Theater als Ausdruck der politischen und sozialen Kämpfe unserer Zeit nannte. Und dennoch bei der Kunst blieb.

Ab dieser Ausgabe gibt es eine neue Kolumne, in der Online-Redakteurin Lina Wölfel nur scheinbar periphere Phänomene der Theaterwelt untersucht. Chris Isaaks Song „Wicked Game“, das erste Thema, in das sie vertiefend hineingeht, hat eine schon lange Appropriations­karriere hinter sich, die wohl 1990 mit David Lynchs „Wild at Heart“ begann. Man lese, höre und staune!

Mitten in der Arbeit an diesem Heft erfuhren wir am 7. März vom Tod des Schauspielers und Regisseurs Wolfgang Engel, der in den 1980er Jahren in Dresden mit großen, sensationellen Inszenierungen auf sich aufmerksam machte und von 1995 bis 2008 Intendant des Schauspiel Leipzig war. Ein Nachruf folgt im nächsten Heft.

teilen:

Assoziationen

Neuerscheinungen im Verlag

Die „bunte Esse“, ein Wahrzeichen von Chemnitz