Das Wichtigste vom Tag
Montag, 09. Februar 2026
Manuel Schöbel in Radebeul bis 2029/30 verlängert ++ Sachiko Hara mit JaDe-Preis ausgezeichnet ++ Internationaler Theaterverband für Minderheitensprachen ++ Änderung für Löschanlagen auf Großbühnen ++ Vierjährige Förderung für Festivals und Reihen
Assoziationen: Nordrhein-Westfalen Sachsen Berlin Dossier: Neubau & Sanierung Manuel Schöbel Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen Landesbühnen Sachsen

Radebeul: Manuel Schöbel als Intendant der Landesbühnen Sachsen verlängert
Manuel Schöbel bleibt bis zum Ende der Spielzeit 2029/2030 Intendant der Landesbühnen Sachsen, wie das sächsische Kulturministerium mitteilte. Der neue Vertrag des gebürtigen Dresdners beginnt am 1. August 2027 und läuft weitere drei Jahre.
Unter seiner künstlerischen Leitung seit 2011 hätten die Landesbühnen die Herausforderungen der Corona-Pandemie sowie Umbau und Modernisierung der Felsenbühne Rathen bewältigt, lobte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU). Schöbel habe das Theater erfolgreich durch schwierige Zeiten geführt und die künstlerische Qualität der Häuser gestärkt.
Köln: Schauspielerin Sachiko Hara mit JaDe-Preis ausgezeichnet
Die Schauspielerin Sachiko Hara wurde am 7. Februar 2026 mit dem JaDe-Preis ausgezeichnet, wie unter anderem der NDR meldet. Die Preisverleihung fand am Japanischen Kulturinstitut in Köln statt.
Hara erhält die Auszeichnung für ihren „langjährigen Einsatz im Bereich des künstlerischen und kulturellen Austauschs zwischen Japan und dem deutschsprachigen Raum“. Mit dem JaDe-Preis werden Persönlichkeiten geehrt, die sich um die deutsch-japanischen Kulturbeziehungen verdient gemacht haben.
Bautzen: Internationaler Theaterverband für Minderheitensprachen gegründet
In Bautzen hat sich der internationale Theaterverein „Polyphony“ für Minderheitensprachen gegründet, wie das Deutsch-Sorbische Volkstheater mitteilte. Der Verein will durch die Kraft von Theater und Darstellender Kunst die Nutzung, Verbreitung und Stärkung indigener, regionaler und minorisierter Sprachen weltweit fördern.
Damit organisiert sich erstmals die Theaterarbeit für Minderheiten-Sprachen in einem eigenen weltweiten Netzwerk, zu dessen Gründungsmitgliedern Theater aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen und Spanien gehören. Die Gründung erfolgte im Rahmen eines Workshops am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen, das selbst in sorbischer und deutscher Sprache spielt.
Deutschland: Änderung für Löschanlagen auf Großbühnen
Die automatische Auslösung von Löschanlagen auf Großbühnen soll künftig nicht mehr verpflichtend vorgeschrieben werden, wie die Deutsche Theatertechnische Gesellschaft meldet. Die Änderung betrifft die bisherige Regelung in der Muster-Versammlungsstättenverordnung, nach der Sprühwasserlöschanlagen auf Großbühnen automatisch auslösen müssen.
Hintergrund der geplanten Änderung sind wiederkehrende Fehlauslösungen solcher Anlagen, die in den vergangenen Jahren zu erheblichen Wasserschäden an deutschen Theatern geführt haben. Automatische Löschanlagen haben bislang noch keinen Brand auf einer Bühne verhindert, aber bereits Schäden im Bereich von 100 Millionen Euro verursacht.
Berlin: Senat schreibt vierjährige Förderung für Festivals und Reihen aus
Die Kulturverwaltung des Berliner Senats vergibt Mittel zur vierjährigen Förderung von Festivals und Reihen für den Zeitraum 2028 bis 2031, wie die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt mitteilte. Ziel der Förderung ist es, etablierten Festivals und Reihen im Berliner Kulturkalender langfristige Planungssicherheit zu ermöglichen.
Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die in Berlin ansässig sind und professionell künstlerisch oder kuratorisch arbeiten. Voraussetzung für eine Bewerbung ist eine zweimalige öffentliche Förderung durch Land, Bund oder EU innerhalb der letzten fünf Jahre. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2026 um 14:00 Uhr, eine Förderentscheidung wird im Frühjahr 2027 erwartet.
Abonnieren Sie „Das Wichtigste vom Tag“ als Podcast.
Redaktionsschluss: 15:00 Uhr
Erschienen am 9.2.2026




.jpeg&w=3840&q=75)















