Freitag, 27. Februar 2026
Bangarra Dance Theatre und Mamela Nyamza mit Löwen der Biennale Danza 2026 ausgezeichnet ++ Choreograph Tom Schilling mit 97 Jahren gestorben ++ Nominierte für Heidelberger Stückemarkt stehen fest ++ Kuratorium setzt Intendant der Salzburger Festspiele Hinterhäuser unter Druck
Assoziationen: Baden-Württemberg Tanz Dossier: Neue Dramatik Lili Roesing Mehdi Moradpour Fayer Koch Salzburger Festspiele Theater und Orchester Heidelberg

Venedig: Bangarra Dance Theatre und Mamela Nyamza mit Löwen der Biennale Danza 2026 ausgezeichnet
Das australische Bangarra Dance Theatre erhält den Goldenen Löwen für das Lebenswerk der Biennale Danza 2026, wie die Biennale di Venezia mitteilte. Es ist das erste Mal, dass sowohl eine Kompanie als auch First-Nations-Künstlerinnen und -Künstler diese Auszeichnung erhalten. Die südafrikanische Tänzerin, Choreografin und Aktivistin Mamela Nyamza wird mit dem Silbernen Löwen geehrt.
Mit Bangarra und Nyamza würdigt die Biennale Künstlerinnen und Künstler, die den Tanz durch kulturelle Innovation und gesellschaftliche Kraft geprägt haben. Die Preisverleihung findet während des 20. Internationalen Festivals für zeitgenössischen Tanz in Venedig statt, das vom 17. Juli bis 1. August 2026 läuft.
Berlin: Choreograph Tom Schilling mit 97 Jahren gestorben
Der Choreograph Tom Schilling, langjähriger Leiter des Tanztheaters der Komischen Oper Berlin, ist im Januar kurz vor seinem 98. Geburtstag gestorben, wie Deutschlandfunk Kultur berichtet.
Schilling galt in der DDR-Tanzszene als bedeutender Erfinder einer eigenen Bewegungssprache und feierte mit Werken wie „Undine“, „Wahlverwandtschaften“, „Die schwarzen Vögel“ sowie einer Einrichtung von „Schwanensee“ weltweit Erfolge. Seine Arbeit basierte auf klassischem Ballett und Ausdruckstanz; Stationen seines Schaffens waren unter anderem das Nationaltheater Weimar und die Staatsoper Dresden. Ausgezeichnet wurde er mit dem Kunstpreis und dem Nationalpreis der DDR sowie 1994 mit dem Deutschen Tanzpreis für sein Lebenswerk.
Heidelberg: Nominierte für Heidelberger Stückemarkt stehen fest
Bereits am Mittwoch, den 25. Februar 2026 hat das Theater und Orchester Heidelberg die Nominierungen für den 43. Heidelberger Stückemarkt bekannt gegeben. Diesjähriges Gastland ist Kanada.
Für den Autor:innenpreis nominiert sind Fausto Bradke für sein Stück „Gitta“, Fayer Koch für „Herz-Emoji, Bizeps“, Lennart Kos mit „Balance und Harmony“, Jara Nassar für „Hoch und immer höher“, Mehdi Moradpour für „Goodbye Giganten“ sowie Lili Roesing mit „Rückenschwimmen“.
Im Wettbewerb um den Jugendstückepreis sind: „ich sehe was / was du nicht siehst“ von Sergej Gößner in der Regie von Julius Max Ferstl, „Endland“ von Martin Schäuble in der Regie von Katharina Mayrhofer und „Ein Glücksding“ von Lena Gorelik in der Regie von Martina van Boxen.
Für den Nachspielpreis nominiert sind: „faulender Mond“ von Anaïs Clerc, Regie: Simon Friedl, „Wald“ von Miriam V. Lesch, Regie/Choreografie: Katja Wachter und „Blutbrot“ von Miriam Unterthiner, Regie: Thomas Schweigen.
Der Jury des Heidelberger Stückemarkts 2026 gehören die Dramaturgin Lea Goebel, der Regisseur Ronny Jakubaschk, die Autorin Caren Jeß, der Dramaturg und Künstlerische Leiter des Stückemarkts Jürgen Popig sowie die Kulturjournalistin Shirin Sojitrawalla an. Der Wettbewerb versteht sich als Plattform zur Förderung bislang noch nicht etablierter Theaterautor:innen und setzt zugleich durch den Gastland-Schwerpunkt Kanada einen internationalen Akzent. Das Festival findet dieses Jahr vom 24. April bis 3. Mai statt.
Salzburg: Kuratorium setzt Intendant Hinterhäuser unter Druck
Das Kuratorium der Salzburger Festspiele hat Intendant Markus Hinterhäuser ein Ultimatum gestellt und verlangt, dass er bis März ein nicht näher bekanntes Angebot annimmt, andernfalls würde sein Vertrag bereits Ende September 2026 enden, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). Ursprünglich war sein Vertrag bis 2031 mit einer Ausstiegsklausel 2029 vorgesehen.
Hintergrund des Konflikts ist ein Streit über die Besetzung der Schauspieldirektion: Zwar hatte Hinterhäuser einem Ausschreibungsverfahren zugestimmt, zugleich aber die frühere Burgtheater-Direktorin Karin Bergmann favorisiert, was Teile des Kuratoriums als Übergehen des Gremiums werten. Laut FAZ war das Kuratorium jedoch bereits seit Oktober über seine Präferenz informiert, ebenso der Geschäftsführer der Festspiele-Holding, der den Vorgang rechtlich für unproblematisch hielt.
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Redaktionsschluss: 15:00 Uhr
Erschienen am 27.2.2026








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