Theater der Zeit

Das Wichtigste vom Tag

Montag, 26. Januar 2026

Silberner Löwe für Mario Banushi ++ Dieter Giesing verstorben ++ Paul Behren erhält Ulrich-Wildgruber-Preis 2026

Assoziationen: Österreich International Hamburg Mario Banushi Stadttheater Klagenfurt Schauspielhaus Hamburg

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Venedig: Mario Banushi erhält Silbernen Löwen der Biennale

Der albanische Regisseur Mario Banushi wird mit dem Silbernen Löwen der Biennale di Venezia ausgezeichnet, wie die Biennale in einer Presseaussendung mitteilte.

Die Preisverleihung findet während des 54. Internationalen Theaterfestivals in Venedig statt. Die Jury würdigte Banushis poetische, und fast autobiografische Theatersprache, ein Theater, das mehr von Stille als von Wörtern geprägt sei, und die Erinnerungen, familiäre Traditionen und die Kultur des Balkans zu universellen Ritualen verdichte.

 

Wien: Regisseur Dieter Giesing verstorben

Der Theaterregisseur Dieter Giesing ist am 24. Januar 2026 im Alter von 91 Jahren in Wien gestorben, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete.

Giesing wurde 1934 im damals ostpreußischen Memel geboren (heute Klaipėda/Litauen), studierte in Tübingen und München und sammelte erste Theatererfahrungen als Regieassistent von Erwin Piscator. 1964 debütierte er an den Münchner Kammerspielen und war dort Oberspielleiter, bevor er von 1972 bis 1976 Schauspieldirektor unter Ivan Nagel am Deutschen Schauspielhaus Hamburg wurde; danach arbeitete er als freier Regisseur unter anderem in Stuttgart, Zürich, Berlin, Wien und Klagenfurt.

Mehrere seiner Arbeiten – darunter Mamets „Hanglage Meerblick“ und Noréns „Dämonen“ – wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen; 2019 inszenierte Giesing mit Tschaikowskis „Eugen Onegin“ am Stadttheater Klagenfurt seine erste Oper.

 

Hamburg: Paul Behren erhält Ulrich-Wildgruber-Preis 2026

Der Schauspieler Paul Behren ist im St.-Pauli-Theater mit dem mit 10.000 Euro dotierten Ulrich-Wildgruber-Preis ausgezeichnet worden, wie das Deutsche SchauSpielHaus Hamburg mitteilte.

Die Jury würdigte „die sensible Art und Weise, wie es ihm gelingt, seine Figuren (...) in ihrem grandiosen Scheitern in die Nähe eines Menschen zu rücken, der alles begreift und nichts kann, der ratlos vor sich selbst und seiner Zeit steht, begeistert.“

Schauspielerin Josefine Israel hielt die Laudatio auf den langjährigen Ensemblekollegen, der in Inszenierungen von Karin Beier, Frank Castorf und Michael Thalheimer auftritt. Seit dem Jahr 2000 wird der Theaterpreis zur Förderung junger Schauspieler*innen verliehen. Bisherige Preisträger*innen waren u. a. Alexander Scheer, Caroline Peters, Lina Beckmann und Franz Rogowski.

Erschienen am 26.1.2026

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