Das Wichtigste vom Tag
Montag, 23. Februar 2026
Sandra Hüller erhält Silbernen Bären ++ Projektförderung für die freien darstellenden Künste Hamburg vergeben ++ Bericht zur Gender-Pay-Gap in der freien Kulturbranche
Assoziationen: Performance Tanz Hamburg Berlin Dossier: Bühne & Film Sandra Hüller

Berlin: Sandra Hüller bei Berlinale als beste Schauspielerin geehrt
Bei der Berlinale-Preisverleihung ist Sandra Hüller am Freitagabend in Berlin mit dem Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle ausgezeichnet worden. Die 47-Jährige erhält den Preis für ihre Darstellung im Historiendrama „Rose“ des österreichischen Regisseurs Markus Schleinzer.
Der Goldene Bär für den besten Film ging an „Gelbe Briefe“ des Berliner Regisseurs İlker Çatak, womit erstmals seit mehr als 20 Jahren wieder ein deutscher Beitrag den Hauptpreis der Berlinale gewann. Hüller, die bereits 2006 für „Requiem“ einen Silbernen Bären als beste Darstellerin erhalten hatte, setzt damit ihre internationale Erfolgsserie der vergangenen Jahre fort.
Hamburg: Projektförderung für die freien darstellenden Künste 2026/27 vergeben
Die Behörde für Kultur und Medien der Hansestadt Hamburg hat die Projektförderung für die freien darstellenden Künste in der Spielzeit 2026/27 vergeben. Insgesamt werden 59 Vorhaben mit rund 2,6 Millionen Euro unterstützt.
Gefördert werden Produktionen und Projekte der freien Szene in unterschiedlichen Sparten, darunter Theater, Performance und Tanz, die in Hamburg erarbeitet und gezeigt werden sollen. Mit der Entscheidung setzt die Stadt ihre Linie fort, insbesondere innovative und zeitgenössische Ansätze der freien darstellenden Künste gezielt zu stärken.
Berlin: Bericht zur Gender-Pay-Gap in der freien Kulturbranche
Frauen in freien künstlerischen Berufen verdienen 25 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, wie die Gewerkschaft ver.di auf Grundlage von Daten der Künstlersozialkasse (KSK) mitteilte. Der branchenübergreifende Gender-Pay-Gap liegt in Deutschland bei 16 Prozent und damit deutlich unter dem Wert der Kulturbranche.
Besonders hoch ist die Einkommenslücke in der darstellenden Kunst und im Film mit 33 Prozent sowie im Bereich Musik, wo der Gender-Pay-Gap auf 27 Prozent angestiegen ist. Als mögliche Ursachen nennt ver.di steigende Konkurrenz durch Kürzungen in der Kulturfinanzierung, fehlende Transparenz bei Honoraren sowie die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit. Die Gewerkschaft fordert verbindliche Honorarstandards, Tarifverträge für Selbstständige und mehr Transparenz bei der Vergütung, um die Lohnlücke nachhaltig zu schließen.
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Redaktionsschluss: 15:00 Uhr
Erschienen am 23.2.2026



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