Das Wichtigste vom Tag
Donnerstag, 19. Februar 2026
Armin Petras übernimmt Intendanz in Bremen ++ Brand zerstört Theater in Neapel ++ Amateurtheatern in Berlin fehlen Proben- und Spielbühnen ++ Harald Martenstein erhält Deutschen Sprachpreis
Assoziationen: Berlin Bremen Franziska Benack Armin Petras Theater Bremen Wo ist Wir? Armin Petras. Der Spurenleser PETRAS

Bremen: Armin Petras übernimmt Intendanz des Theaters Bremen
Der Regisseur und Autor Armin Petras wird zur Spielzeit 2027/28 neuer Intendant am Theater Bremen, wie das Haus in einer Pressemeldung bekannt gibt. Er folgt auf Generalintendant Michael Börgerding, der Anfang 2025 verstorben ist.
Eine Findungskommission wählte den 61-Jährigen aus mehr als 50 Bewerbungen aus. Petras, der das Haus in Bremen bereits als Hausautor und -regisseur kennt, kündigte an, den von Börgerding eingeschlagenen Kurs fortzusetzen und das Theater zugleich behutsam weiterzuentwickeln; als designierte Stellvertreterinnen sind Franziska Benack und Frederike Krüger vorgesehen.
Publikationen zu Armin Petras, die bei Theater der Zeit erschienen sind, finden Sie in den Verlinkungen.
Neapel: Brand zerstört Teatro Sannazaro
Ein Brand hat das historische Teatro Sannazaro im Stadtteil Chiaia in Neapel vollständig zerstört, wie die österreichische Tageszeitung „Die Presse“ berichtet. Der Schaden wird auf rund 70 Millionen Euro geschätzt.
Das Feuer brach in den frühen Morgenstunden aus und erfasste die Kuppel des als „Bomboniera di via Chiaia“ bekannten Hauses, die auf den Zuschauerraum stürzte. Mehrere Anwohner mussten aus angrenzenden Gebäuden evakuiert werden, einige erlitten Rauchvergiftungen. Das 1847 eröffnete Theater gilt nach ersten Einschätzungen der Feuerwehr als weitgehend unbrauchbar.
Berlin: Amateurtheatern fehlen Proben- und Spielbühnen
In Berlin kämpfen Amateurtheater derzeit mit einem akuten Mangel an geeigneten Proben- und Aufführungsräumen, wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtet. Viele Laienschauspielgruppen finden demnach keine festen Bühnen mehr und müssen auf wechselnde, oft schlecht ausgestattete Orte ausweichen.
Verbände und Ensembles warnen, dass ohne bezahlbare Räume ein wichtiger Teil der Berliner Theaterlandschaft und der kulturellen Teilhabe wegzubrechen droht. Ehrenamtlich Engagierte beklagen gegenüber rbb, dass ihre Arbeit durch Unsicherheit bei Terminen und steigende Kosten erschwert wird, und fordern verlässlichere Unterstützung durch Politik und Verwaltung.
Kassel: Harald Martenstein erhält Deutschen Sprachpreis 2026
Der Schriftsteller und Kolumnist Harald Martenstein wird mit dem Deutschen Sprachpreis 2026 ausgezeichnet, wie die Henning-Kaufmann-Stiftung für die deutsche Sprache mitteilte. Die Stiftung würdigt ihn als einen der renommiertesten Kommentatoren politischer, kultureller, sprachlicher und alltäglicher Vorgänge und hebt sein meisterhaft beherrschtes publizistisches Handwerk sowie sein zeitgemäßes, oft witziges und sarkastisches Deutsch hervor.
Martenstein, der seine Sprachkunst auch in Romanen wie „Heimweg“ (2007) und „Wut“ (2021) gezeigt hat und seit 2026 die Kolumne „Mail von Martenstein“ für die „Bild“-Zeitung schreibt, war in der Vergangenheit unter anderem wegen eines „gelegentlichen Mangels an politischer Korrektheit“, etwa beim Thema Gendern, kritisiert worden. Der mit 10.000 Euro dotierte Deutsche Sprachpreis wird seit 1984 für besondere Verdienste um die deutsche Sprache verliehen; die Preisverleihung findet am 12. Juni in Kassel statt.
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Redaktionsschluss: 15:00 Uhr
Erschienen am 19.2.2026








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