Theater der Zeit

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Das Wichtigste vom Tag

Freitag, 24. April 2026

Kultursenatorin Wedl-Wilson zurückgetreten ++ Schauspielleitung in Basel ++ Rainer Heneis neuer kaufmännischer Vorstand des künftigen Staatstheaters Regensburg ++ Jury der Kunstbiennale schließt Länder mit Haftbefehlen aus

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Berlin: Kultursenatorin Wedl-Wilson nach Fördermittelaffäre zurückgetreten

Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson ist wegen Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Fördermitteln für Projekte zur Antisemitismusprävention von ihrem Amt zurückgetreten, berichtet der Spiegel unter Berufung auf einen Prüfbericht des Berliner Landesrechnungshofs. Die Behörde wirft der Kulturverwaltung vor, mit ihren Verfahren zur Bearbeitung und Auszahlung bestimmter Förderanträge gegen die Landeshaushaltsordnung und weitere Regeln verstoßen zu haben.

Kritisiert wird demnach, dass eine Reihe von Projekten im Bereich der Antisemitismusprävention mit Millionensummen gefördert wurde, obwohl die rechtlichen Voraussetzungen dafür nicht erfüllt gewesen sein sollen. Die betreffenden Zuwendungsbescheide hätten laut Landesrechnungshof auf dieser Grundlage nicht erlassen werden dürfen; erst vor wenigen Tagen wurde der Staatssekretär für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Oliver Friederici (CDU), im Zuge der Aufarbeitung der Vorgänge entlassen.

Basel: Dreierteam übernimmt Schauspielleitung am Theater Basel

Dramaturgin Anja Dirks, Schauspieler Jörg Pohl und Regisseur Antú Romero Nunes werden das Schauspiel am Theater Basel ab der Spielzeit 2026/27 gemeinsam leiten, in enger Mitbestimmung mit der Compagnie, wie das Theater mitteilt.

Die bisherige leitende Dramaturgin Inga Schonlau scheidet aus der Teamleitung aus und übernimmt andere Aufgaben. Das Schauspiel ist Teil des Theaters Basel, das seit 2020 vom Regisseur Benedikt von Peter geführt wird; sein Vertrag wurde bis 2030 verlängert

 

Regensburg: Rainer Heneis wird kaufmännischer Vorstand des künftigen Staatstheaters

Der Verwaltungsrat des Theaters Regensburg hat Rainer Heneis zum 1. Juli 2026 zum Kaufmännischen Vorstand des zukünftigen Staatstheaters Regensburg berufen, wie die Stadt Regensburg am 21. April mitteilte.

Heneis war zuvor unter anderem als kaufmännischer Geschäftsführer am Theater Lübeck tätig und bringt langjährige Erfahrung im Theatermanagement mit, so die Stadt. Das Theater Regensburg wird derzeit in ein Staatstheater des Freistaats Bayern überführt; mit der Besetzung der kaufmännischen Position sei ein weiterer wichtiger Schritt in diesem Strukturwandel vollzogen, hieß es.

 

Venedig: Jury der Kunstbiennale schließt Länder mit Haftbefehlen aus

Die Jury der Kunstbiennale von Venedig will bei der Preisvergabe keine Länder berücksichtigen, deren Staats- oder Regierungschefs vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen mutmaßlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit per Haftbefehl gesucht werden, wie Deutschlandfunk Kultur berichtet.

In ihrer Erklärung nannte die unter Vorsitz der brasilianischen Kunsthistorikerin Solange Farkas stehende Jury keine konkreten Staaten, derzeit liegen jedoch Haftbefehle gegen Russlands Präsidenten Wladimir Putin und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu vor. Die Jury beruft sich auf ihr Engagement für die Verteidigung der Menschenrechte, während die Biennale-Leitung betont, dass die Jury in voller Autonomie und Unabhängigkeit entscheide. Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund kontroverser Debatten um die Kunstausstellung, die am 9. Mai beginnt und bei der Russland erstmals seit Beginn des Angriffs auf die Ukraine wieder zugelassen ist; die EU erwägt deshalb, Zuschüsse in Millionenhöhe zu streichen.

 

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Redaktionsschluss: 15:00 Uhr

Erschienen am 24.4.2026

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