Das Wichtigste vom Tag
Mittwoch, 27. Mai 2026
Verwaltungsleiter Thomas Eisenträger wechselt von Heidelberg nach Wiesbaden ++ Offener Brief gegen die Abschaffung der Frauenquote beim Theatertreffen ++ Schauspieler Sebastian Nakajew verstorben ++ Nominierungen für STELLA*26
Assoziationen: Berlin Baden-Württemberg Hessen Kinder- & Jugendtheater Österreich Theater Oberhausen Staatsschauspiel Dresden Deutsches Nationaltheater & Staatskapelle Weimar Schaubühne am Lehniner Platz Tiroler Landestheater Vorarlberger Landestheater Burgtheater Wien Hessisches Staatstheater Wiesbaden Theater und Orchester Heidelberg Staatstheater Hannover

Heidelberg: Thomas Eisenträger verlässt Theater und Orchester Heidelberg
Verwaltungsleiter Thomas Eisenträger beendet seine Tätigkeit am Theater und Orchester Heidelberg und wechselt zum 1. Oktober 2026 als Geschäftsführender Direktor an das Hessische Staatstheater Wiesbaden, wie das Theater und Orchester Heidelberg in einer Presseaussendung mitteilte
Seit Juni 2020 leitete Eisenträger an der Seite von Intendant Holger Schultze die Verwaltungsgeschäfte des Hauses und begleitete das Theater nach Angaben der Pressemitteilung durch die Corona-Zeit sowie die seit Frühjahr 2025 verschärfte Haushaltskrise der Stadt. Die designierte Intendantin Bernadette Sonnenbichler erklärte in der Presseaussendung, die Nachfolge solle zeitnah und sorgfältig geregelt werden.
Berlin: Neuer Offener Brief zur Frauenquote beim Theatertreffen
Ein breites Bündnis von Theaterschaffenden wendet sich in einem Offenen Brief an Jury, Leitung und Intendanz des Berliner Theatertreffens und kritisiert die Entscheidung, die seit 2020 geltende Frauenquote bei der Auswahl der Inszenierungen wieder abzuschaffen, bzw. für die kommenden zwei Jahre aussetzt.
Unterzeichner:innen für das Anliegen sind Theaterschaffende diverser Bereiche, darunter Schauspieler:innen, Performancekollektive, Autor:innen, Regisseur:innen, aber auch Leiter:innen von Schauspielsparten oder Intendant:innen.
Hannover: Schauspieler Sebastian Nakajew verstorben
Wie das Schauspiel Hannover meldet, ist der Schauspieler Sebastian Nakajew am 21. Mai im Alter von 49 Jahren verstorben. Nakajew gehörte zwischen 2019 und 2025 zum Ensemble des Hauses.
Der 1976 in Eisenhüttenstadt geborene Schauspieler absolvierte seine Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Engagements führten ihn ans Schauspiel Hannover, ans Theater Oberhausen sowie ans Staatsschauspiel Dresden. Von 2005 bis 2010 war Nakajew Ensemblemitglied am Schauspiel Stuttgart, bevor er in das Ensemble der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin wechselte, dem er von 2009 bis 2013 angehörte. Von 2013 bis 2019 war er Ensemblemitglied am Deutschen Nationaltheater Weimar. Er spielte u. a. in Volker Löschs Inszenierung „Berlin Alexanderplatz“ Franz Biberkopf an der Schaubühne sowie die Titelrolle in „Wallenstein“ in der Regie von Hasko Weber in Weimar.
Wien: Nominierungen für Kinder- und Jugendtheaterpreis STELLA*26 stehen fest
Die ASSITEJ Austria – Junges Theater Österreich gibt die Nominierungen für den STELLA*26, den österreichischen Preis für herausragende Leistungen im Bereich der Darstellenden Kunst für junges Publikum, bekannt. Eine Jury bereist dafür alle neun Bundesländer und wählte aus weit über 100 gesichteten Produktionen jene Inszenierungen aus, die nun in mehreren Kategorien ins Rennen um die Auszeichnung gehen.
Der STELLA-Preis wird seit 2007 jährlich vergeben und würdigt Produktionen, die Kinder und Jugendliche künstlerisch ansprechen und gesellschaftliche Themen für ein junges Publikum verhandeln. Die feierliche Verleihung des 19. STELLA ist für den 15. November 2025 im Schauspielhaus Salzburg geplant, wo im Rahmen eines Festivals auch zahlreiche nominierte Stücke gezeigt werden sollen.
Die Auswahl:
Spezialpreis der Jury: Small Size
„Flow“, Toihaus Theater (Salzburg), 1+
„Gatsch“, Tiroler Landestheater (Tirol), 3+
„Mini hop: Klangboden“, Wiener Konzerthaus (Wien), 3+
Herausragende Produktion für Kinder
„WILD!NIS“, Material für die nächste Schicht & Dschungel Wien (Kärnten/Wien), 5+
„Der Wolkenmacher“, CIE Filou (Wien), 5+ (Vorarlberg), 6+
„Schwein gehabt!“, Next Liberty Graz (Steiermark), 6+
„Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“, Vorarlberger Landestheater
Herausragende Produktion für Jugendliche
„Die rote Zora“, Café Fuerte (Vorarlberg), 10+
„Stolz und Vorurteil* (*oder so)“, Next Liberty Graz (Steiermark), 14+
„SIN CITY, oder die salzigen Tränen der Edith Lot“, Anton Bruckner Privatuniversität & SCHÄXPIR Festival (Oberösterreich), 14+
„Die Abklärung“, TaO! Theater am Ortweinplatz (Steiermark), 16+
Herausragende darstellerische Leistung / Ensembles
Yahirwa-Stella Biziyaremye, Yves Jambo, Maggie Al-Ghraibawi, Justina Nyarko für ihre darstellerische Ensembleleistung in „GEN Z: HEUTE WIRD ZERSTÖRT“, Dschungel Wien (Wien)
Josepha Yen für ihre darstellerische Leistung in „Every Brilliant Thing“, Vorarlberger Landestheater, (Vorarlberg)
Elena Trantow für ihre Darstellerische Leistung in „Emily weint doch nie“, TaO! Theater am Ortweinplatz (Steiermark)
Sophie Berger für ihre Darstellerische Leistung in „REaLiTY“, Theater Jugendstil-Kunst und Kultur für Jugendliche (Niederösterreich)
Herausragende Ausstattung
Eleni Palles für Bühne & Kostüm in „Geschichten vom Franz“, Tiroler Landestheater (Tirol)
Lisa Horvath für Szenografie und Kostüm in „Krake – Über das Miteinander in unruhigen Gewässern“, Mezzanin Theater (Steiermark)
Patrick Bannwart für Bühne und Video in „Musketiere!“, Salzburger Festspiele/ jung&jede*r (Salzburg)
Claudine Walter für Bühne in „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“, Salzburger Festspiele/ jung&jede*r (Salzburg)
Herausragende Musik
inn.wien ensemble für Musik in „What on Earth!“, Wiener Konzerthaus, Jeunesse, inn.wien ensemble (Wien)
Nils Strunck für Musik in „Gullivers Reisen“, Burgtheater Wien (Wien)
Anna Mabo, Clemens Sainitzer, Alexander Yannilos für Musik in „Annas Aquarium und die fetzigen Flundern“, Wiener Konzerthaus (Wien)
Sebastian Brand für Komposition und Saša Mutić für Musikalische Leitung in „Monster“, Next Liberty Jugendtheater (Steiermark)
STELLA*26 Jury Spot On
„Die verfluchte Wunderlampe“, Wiener Theater Schnitzlerei (Wien), 6+
„Wo ist Wald?“, makemake produktionen (Wien), 8+
• „√HAMLET“ Landestheater Linz | Junges Theater (Oberösterreich), 16+
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Redaktionsschluss: 15:00 Uhr
Erschienen am 27.5.2026
























