Das Wichtigste vom Tag
Mittwoch, 07. Januar 2026
Ingo Putz wird Schauspiel- und Andreas Rosar Operndirektor in Würzburg ++ Weimer richtet Theaterpreis des Bundes neu aus ++ Autorin Barbi Marković erhält Helena-Adler-Preis ++ Entscheidung im Wettbewerb um Sanierung des DNT Weimar ++ Theater Parkaue hilft Betroffenen des Stromausfalls in Berlin ++ Ungarischer Filmregisseur Béla Tarr gestorben
Assoziationen: Daniel Morgenroth Ingo Putz Deutsches Nationaltheater & Staatskapelle Weimar Mainfranken Theater Würzburg

Würzburg: Ingo Putz wird Schauspieldirektor, Andreas Rosar Operndirektor
Das Mainfranken Theater Würzburg hat zwei zentrale Personalentscheidungen für die kommende Spielzeit bekannt gegeben. Ab der Saison 2026/2027 übernimmt Andreas Rosar die Operndirektion, während Ingo Putz neuer Schauspieldirektor wird. Wie das Haus in einer Pressemitteilung bekannt gibt, wolle man mit den Neuberufungen unter dem designierten Intendanten Daniel Morgenroth die künstlerische Entwicklung des Theaters weiter vorantreiben.
Rosar, derzeit Künstlerischer Betriebsdirektor in Trier, bringt langjährige Erfahrung von den Bayreuther Festspielen und zahlreichen Inszenierungen im deutschsprachigen Raum mit. Putz leitet aktuell das Schauspiel am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau. Seine Inszenierung „Das beispielhafte Leben des Samuel W.“ wurde zu den Autor:innentheatertagen am Deutschen Theater in Berlin, dem Heidelberger Stückemarkt sowie den Mühlheimer Theatertagen eingeladen. Beide treten ihre neuen Positionen mit Beginn der Intendanz von Daniel Morgenroth an.
Berlin: Weimer richtet Theaterpreis des Bundes neu aus
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer richtet den Theaterpreis des Bundes neu aus und öffnet die Auszeichnung künftig für die gesamte deutsche Theaterszene, wie die Bundesregierung mitteilte.
Bislang richtete sich der Theaterpreis vorwiegend an kleine und mittlere Theater sowie freie Spielstätten. Künftig können alle Theater unabhängig von Größe, Trägerschaft oder Spielort teilnehmen. Die Preisverleihung findet am 17. April 2026 erstmals im Vorfeld des Berliner Theatertreffens in einem neuen Format statt, bei dem neben einem Hauptpreis auch Auszeichnungen in den Kategorien Stadt- und Staatstheater, Privattheater und Gastspielhäuser sowie freie Spielstätten und Produktionshäuser vergeben werden. Zentrale Kriterien sind nach Regierungsangaben neue künstlerische Ansätze zu gesellschaftlichen Fragen, diverse Publika, ökologische und soziale Nachhaltigkeit sowie technisch-digitale Innovation.
Salzburg: Autorin Barbi Marković erhält Helena-Adler-Preis
Der Salzburger Helena-Adler-Preis für rebellische Literatur 2026 geht an die serbisch-österreichische Autorin Barbi Marković für ihr Buch „Stehlen, Schimpfen, Spielen“, das 2025 im Rowohlt Verlag erschienen ist. Das hat das veranstaltende Literaturhaus Salzburg mitgeteilt.
Der mit 7.777 Euro dotierte Preis wird 2026 zum zweiten Mal vergeben. Die Auszeichnung erinnert an die 2024 verstorbene Schriftstellerin Helena Adler und würdigt literarische Werke, die sich sprachlich, formal und inhaltlich widersetzend und auflehnend zeigen. Marković, 1980 in Belgrad geboren und seit 2006 in Wien lebend, gilt seit ihren Romanen „Ausgehen“ und „Superheldinnen“ als prägende Stimme einer eigenwilligen, genregrenzensprengenden Gegenwartsliteratur.
Weimar: Entscheidung im Wettbewerb um Sanierung des DNT
Der Wettbewerb um die Sanierung des Haupthauses des Deutschen Nationaltheaters (DNT) Weimar ist entschieden. Wie aus einer Pressemitteilung der Stadt hervorgeht, habe man das Auswahlverfahren über den Jahreswechsel abgeschlossen, nachdem das Thüringer Oberlandesgericht in Jena den zuvor juristisch angefochtenen Wettbewerb bestätigt hatte.
Demnach erhält das Berliner Büro Studio Qwertz den Zuschlag für die Planung der Generalsanierung, nachdem dessen Entwurf bereits im Planungswettbewerb 2024 zu den prämierten Beiträgen gezählt hatte. Die Entscheidung setzt einen vorläufigen Schlusspunkt unter ein mehrmonatiges Nachprüfungsverfahren und soll ermöglichen, die in Verzug geratene Planung nun zügig fortzuführen.
Berlin: Theater Parkaue hilft Betroffenen des Stromausfalls
Das Theater an der Parkaue stellt nach dem großflächigen Stromausfall im Südwesten Berlins seine Räumlichkeiten kurzfristig als Versorgungs- und Aufenthaltsort für Betroffene zur Verfügung, wie das Haus in einer Pressenachricht mitteilte. In Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt sollen dort Menschen Unterstützung finden, die in ihren Wohnungen ohne Heizung, Licht oder Kochmöglichkeiten sind.
Budapest: Filmregisseur Béla Tarr gestorben
Der ungarische Filmregisseur Béla Tarr ist am 6. Januar 2026 im Alter von 70 Jahren gestorben, wie die ungarische Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf seine Familie meldet. Tarr, 1955 in Pécs geboren, zählt zu den bedeutendsten Vertretern des europäischen Autorenkinos. Bekannt wurde er durch Werke wie „Satanstango“ (1994), „Die Werckmeisterschen Harmonien“ (2000) und „Das Turiner Pferd“ (2011). 2019 brachte Béla Tarr bei den Wiener Festwochen die Performance-Installation „Missing People“ heraus. Im Dezember 2023 erhielt er einen Ehrenpreis bei der Verleihung der Europäischen Filmpreise.
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Redaktionsschluss: 15 Uhr
Erschienen am 7.1.2026
















