Theater der Zeit

  • Dossier

    Russland

    Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 eröffneten sich neue Freiräume für das russische Theater. Daraus entwickelte sich um die Jahrtausendwende die Bewegung der Neuen Dramatik: Autor:innen rückten die Sprache des Alltags und die Widersprüche der postsowjetischen Gesellschaft ins Zentrum ihrer Arbeit. Wichtige Impulse gingen vom Festival Ljubimowka und dem 2002 von Jelena Gremina und Michail Ugarow mitgegründeten Moskauer Teatr.doc aus, das Interviews und persönliche Erfahrungen zum Ausgangspunkt eines politisch engagierten dokumentarischen Theaters machte.

    International bekannte Dramatiker wie Iwan Wyrypajew und Michail Durnenkow stehen für diese Erneuerung. Doch staatliche Repression und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine haben die Freiräume der unabhängigen Theaterszene massiv eingeschränkt. Viele ihrer prägenden Stimmen arbeiten heute im Exil – darunter Wyrypajew in Polen und Sebrennikov in Deutschland.

  • Foto: Canva
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  • Editorial

    Editorial

    Das Titelbild zeigt die Flamme über dem PCK Schwedt in der brandenburgischen Uckermark, wo seit Jahrzehnten russisches Rohöl durch die „Drushba-Trasse“ ankommt und verarbeitet wird. Die sogenannte Abfackelung von Prozessgasen …

    von Thomas Irmer

  • Kommentar

    TdZ+

    Falsches Bekennertum

    Dostojewski und Putin haben sich nie kennengelernt, sich nie die Hand geschüttelt, sich nicht ausgetauscht über Politik, Kriege oder Literatur. Ein klarer Fakt, der gerade dennoch erwähnenswert erscheint. Nämlich, wenn …

    Foto: Wolfang Rappel

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