Theater der Zeit

Das Wichtigste vom Tag

Donnerstag, 19. März 2026

Schauspielerin Katharina Bach erhält 3sat-Preis ++ Interimsleitung des Hamburg Balletts bleibt bis 2027 ++ Buchmesse-Auftakt mit Protesten gegen Kulturstaatsminister Weimer

Assoziationen: Tanz Hamburg Berlin Sachsen Jan-Christoph Gockel Berliner Festspiele Münchner Kammerspiele

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Berlin: Schauspielerin Katharina Bach erhält 3sat-Preis

Die Schauspielerin Katharina Bach wird beim 63. Theatertreffen der Berliner Festspiele mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet, wie der Sender mitteilte. Den mit 10.000 € dotierten Preis erhält sie für ihre Darstellung des Feldmarschalls Illo in der Inszenierung „Wallenstein. Ein Schlachtfest in sieben Gängen“ von Jan-Christoph Gockel an den Münchner Kammerspielen. Die Preisverleihung findet am 9. Mai 2026 im Haus der Berliner Festspiele statt.

Seit 1997 vergibt 3sat den Preis für künstlerisch innovative Leistungen unter den eingeladenen Ensembles. Frühere Preisträgerinnen und Preisträger sind unter anderem Claudia Bauer, Sandra Hüller und Milo Rau. Im Rahmen des Theatertreffens zeigt 3sat zudem vier Inszenierungen unter dem Titel „Starke Stücke“, die ab 1. Mai 2026 in der Mediathek von 3sat und den Berliner Festspielen abrufbar sind.

 

Hamburg: Interimsleitung des Hamburg Balletts bleibt bis 2027

Die Interimsleitung des Hamburg Balletts mit Nicolas Hartmann, Lloyd Riggins und Gigi Hyatt bleibt über die laufende Spielzeit hinaus bis Mitte 2027 im Amt, wie die Hamburger Kulturbehörde und der Aufsichtsrat der Hamburgischen Staatsoper mitteilten. Das Trio führt die Compagnie seit der Ablösung von Ballettintendant Demis Volpi im Sommer 2025 gemeinschaftlich weiter.

Mit der Verlängerung der Interimsstruktur soll dem Ensemble Planungssicherheit gegeben und die künstlerische Weiterentwicklung zwischen Pflege des Neumeier-Repertoires und neuen Handschriften gesichert werden. Parallel läuft die Suche nach einer neuen Ballettintendanz, die zu einem späteren Zeitpunkt die langfristige Leitung des Hamburg Balletts übernehmen soll.

 

Leipzig: Buchmesse-Auftakt mit Protesten gegen Kulturstaatsminister Weimer

Im Gewandhaus ist am Mittwochabend die Leipziger Buchmesse 2026 feierlich eröffnet worden, begleitet von anhaltenden Protesten gegen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, wie der MDR berichtet. Im Rahmen des Festakts erhielt der kroatisch-bosnische Schriftsteller Miljenko Jergović den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung.​

Vor dem Gewandhaus rief das Aktionsbündnis „Leipzig nimmt Platz“ zu einer Demonstration „Gegen Zensur & Autoritarismus“ auf dem Augustusplatz auf, zu der sich mehrere Hundert Demonstrierende einfanden. Inhaltliche Anker waren der Protest gegen den von Weimer veranlassten Ausschluss von drei linken Buchläden vom Deutschen Buchhandlungspreis, begleitet von Vorwürfen der Zensur sowie eine politisch motivierte Kulturpolitik. Zudem sind Solidaritätsaktionen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und weiterer Akteure auf dem Messegelände angekündigt. In der Buchbranche hat Weimer damit kurz vor Messebeginn erheblich an Rückhalt verloren, gleichzeitig formiert sich eine breite Welle der Solidarität mit den betroffenen Buchläden aus Berlin, Bremen und Göttingen.

 

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Redaktionsschluss: 15:30 Uhr

Erschienen am 19.3.2026

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