Das Wichtigste vom Tag
Donnerstag, 25. Juni 2026
Nominierungen DER FAUST ++ ¡Adelante! wechselt nach Darmstadt ++ Theater Magdeburg mit ZukunftsGut-Preis ausgezeichnet ++ Schauspielerin Gabriele Heinz verstorben ++
Assoziationen: Südamerika Baden-Württemberg Hessen Schauspiel Berlin Sachsen-Anhalt Theater Rampe Volksbühne Berlin Theater Bielefeld Theater Chemnitz Theater der Stadt Aalen Düsseldorfer Schauspielhaus Staatstheater Kassel Nationaltheater Mannheim Eduard-von-Winterstein-Theater Schauspiel Stuttgart Theater Bremen Staatstheater Mainz Berliner Ensemble Theater und Orchester Heidelberg Staatstheater Darmstadt Theater Magdeburg Deutsches Theater (Berlin)

Köln: Nominierungen für Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2026 stehen fest
Mehr als 60 Künstler:innen und Kollektive sind in diesem Jahr für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert, wie der Deutsche Bühnenverein mitteilt. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden bei einer Gala am 14. November 2026 im Hessischen Staatstheater Wiesbaden geehrt; die Künstlerische Leitung der Preisverleihung übernimmt Regisseur Sebastian Nübling.
Die Nominierungen
Darsteller:in Tanz
- Ensemble Unusual Symptoms/tanzbar_bremen in „The Tide“
Theater Bremen. Eine Kooperation mit tanzbar_bremen - Nora Monsecour in „Façade“
Staatstheater Mainz/tanzmainz - Martino Semenzato als Franz Kafka in „Oh Dear“
Das Stuttgarter Ballett
Darsteller:in Schauspiel
- Shirin Ali als Hamlet in „Hamlet“
Nationaltheater Mannheim - Paulina Alpen als Thomas Melle in „Die Welt im Rücken“
Schauspiel Stuttgart - Jens Harzer in „De Profundis“
Berliner Ensemble
Darsteller:in Musiktheater
- Ambur Braid als Katerina Lwowna Ismailowa in „Lady Macbeth von Mzensk“
Komische Oper Berlin - Richard Glöckner als Algernon in „Mein Freund Bunbury“
Eduard-von-Winterstein-Theater - Nadine Lehner als Renata in „Der feurige Engel“
Theater Bremen
Darsteller:in Theater für Junges Publikum
- Daniela Mohr in „Heimsuchung“
Theater im Marienbad - Sibel Polat als Nergiz in „Endland“
Schauburg – Theater für junges Publikum in München - Trigal Sandberger Cañas in „ich sehe was / was du nicht siehst“
Theater der Stadt Aalen
Choreografie
- Ivan Alboresi für „Giselle“
Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen/Ballett TN LOS! - Alan Lucien Øyen für „Underdog“
Staatstheater Mainz/tanzmainz - Andrea Peña für „Let's talk about Trance“
Staatstheater Kassel/TANZ_Kassel
Regie Schauspiel
- Jan-Christoph Gockel für „Wallenstein“
Münchner Kammerspiele - Anne Lenk für „Hinkemann“
Deutsches Theater Berlin - Luise Voigt für „Das Buch der Unruhe“
Düsseldorfer Schauspielhaus
Regie Musiktheater
- Frank Hilbrich für „Rummelplatz“
Die Theater Chemnitz - Anna Weber für „Die Reise nach Reims“
Theater Bremen - Matthew Wild für „Peter Grimes“
Theater Bielefeld
Regie Theater für Junges Publikum
- Hanna Bylka-Kanecka für „MOPPS“
Staatstheater Mainz - Catharina Fillers für „FIESTA“
echtzeit-theater - Sandra Strunz für „Wimmelstadt“
Theater der Jungen Welt
Raum
- Mehmet Akal & Kazim Akal (Bühnenbild & Videoanimation) für „Katzelmacher“
Münchner Kammerspiele
Marlene Lockemann (Bühne) für „Romeo und Julia“
Residenztheater - lda Müller (Bühne) für „Peer Gynt“
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Kostüm
- Andy Besuch für „Penthesilea & Der zerbrochene Krug“
Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar - Josa Marx für „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“
Schauspiel Frankfurt - Carolin Mittler für „Die drei Rätsel“
Deutsche Oper Berlin
Medien
- Mehmet Akal & Kazim Akal (Videoanimation), Enik (Komposition & Sounddesign) für „Katzelmacher“
Münchner Kammerspiele - Nils Corte (Inszenierung, Video FX), Phil Hagen Jungschlaeger (Creative Technologist), Lena Rucker (Inszenierung) für „Ich hasse Menschen“
Theater Altenburg Gera. Eine Koproduktion mit Yvonne Schäfer und der ARGEkultur Salzburg - Vincent Stefan (Video) für „Mazeppa“
Oper Dortmund. Eine Produktion in Kooperation mit Palazzetto Bru Zane
Genrespringer
- Dominik Breinlinger, Julian Kämper, Felix Kruis (3D-Soundtheater), Benno Heisel (Musikalische Leitung, Komposition), Katharina Mayrhofer (Regie) für „Just Listen“
Bayerische Staatsoper & Schauburg - Theater für junges Publikum in München - Ayşe Güvendiren für „Dinge I über I Leben“
Nationaltheater Mannheim - O-Team für „Staub“
Eine Produktion von O-Team in Kooperation mit dem Theater Rampe
Darmstadt: Festival ¡Adelante! wechselt an das Staatstheater
Das iberoamerikanische Theaterfestival ¡Adelante! wird ab der Spielzeit 2025/26 vom Staatstheater Darmstadt übernommen, wie das Haus in einer Mitteilung ankündigte. Das 2017 in von Holger Schultze am Theater und Orchester Heidelberg gegründete Festival gilt als wichtige Plattform für den Austausch mit der Theaterlandschaft Iberoamerikas und soll künftig in Darmstadt fortgeführt werden.
Die erste Ausgabe am neuen Standort ist für Oktober 2027 mit dem Schwerpunkt Chile geplant. Über Details wollen die beteiligten Häuser im Rahmen einer gemeinsamen digitalen Pressekonferenz informieren.
Frankfurt am Main: Theater Magdeburg mit ZukunftsGut-Preis ausgezeichnet
Das Theater Magdeburg ist in Frankfurt am Main mit dem ZukunftsGut-Preis 2026 der Commerzbank-Stiftung ausgezeichnet worden und erhielt den 1. Preis in der Kategorie „Urbaner Raum“, wie sowohl das Theater als auch die Stiftung mitteilten. Gewürdigt wurde damit eine Kulturvermittlung, die am Haus als strategisches Element in allen Sparten verankert ist und Menschen aktiv an künstlerischen Prozessen beteiligt.
Nach Angaben der Commerzbank-Stiftung gehören Bürger:innen-Ensembles, Theaterklubs, die „Story Karaoke Bar“ und Projekte im öffentlichen Raum fest zum Programm des Theaters Magdeburg; die Formate entstünden gemeinsam mit den Teilnehmenden und flössen in die künstlerische Arbeit des Hauses ein. Das Theater selbst betont zudem seine breite Vermittlungsarbeit von Einführungen und Workshops bis zu partizipativen Stadtraumprojekten und will das mit 25.000 Euro dotierte Preisgeld für den weiteren Ausbau dieser Angebote sowie Projekte wie „Tor zur Welt“ und „eXoplanet #2“ im Stadtraum nutzen.
Neben dem Theater Magdeburg wurden im urbanen Raum die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn für ihre gemeinsam mit unterschiedlichen Zielgruppen weiterentwickelten Ausstellungen sowie das MiR.LAB Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen für Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und gesellschaftlicher Teilhabe ausgezeichnet. In der Kategorie ländlich-kleinstädtischer Raum gingen die Preise an FestLand e. V. in Plattenburg mit dem Gemeinschaftsprojekt „Dorf macht Oper“, an die MEWO Kunsthalle in Memmingen mit partizipativen Formaten wie dem Maker Space „pARTiLAB“ und an die Bodensee Philharmonie in Konstanz mit ihrer Vermittlungsstrategie „Zukunftsmusik“.
Berlin: Schauspielerin Gabriele Heinz verstorben
Die Schauspielerin und Regisseurin Gabriele Heinz ist tot, wie das unabhängige Theaterportal nachtkritik.de unter Berufung auf ihr persönliches Umfeld berichtet. Sie wurde 1948 in Wien geboren und starb am 23. Juni 2026 in Berlin.
Heinz galt als prägende Persönlichkeit des deutschsprachigen Theaters und war viele Jahre Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin sowie an weiteren Bühnen. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin inszenierte sie auch als Regisseurin etwa bei „Tilla“ von Christoph Hein am Deutschen Theater Berlin.
Frankfurt am Main: Friedenspreis des Buchhandels geht an Philippe Sands
Der französisch-britische Jurist, Autor und Menschenrechtsanwalt Philippe Sands erhält in diesem Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, wie Deutschlandfunk Kultur berichtet. Die Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten, die mit Literatur, Wissenschaft oder Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beitragen.
Sands arbeitet als Menschenrechtsanwalt am Internationalen Gerichtshof in Den Haag und setzt sich nach Angaben des Börsenvereins „für Gerechtigkeit, Frieden und die beharrliche Verteidigung des Völkerrechts“ ein. Der seit 1950 vergebene Friedenspreis wird traditionell zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse verliehen, die in diesem Jahr Mitte Oktober stattfindet; die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert.
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Redaktionsschluss: 14:45 Uhr
Erschienen am 25.6.2026

































