Theater der Zeit

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Recherchen 139

Theater der Selektion

Personalauswahl im Unternehmen als ernstes Spiel

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Assoziationen: Florian Evers

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  • Einleitung

    Eigentlich spielen wir hier alle Theater – die ganze Zeit!1 O. L., Human Resource Manager eines DAX-gelisteten, multinationalen Konzerns im Interview über seinen Arbeitsalltag Nein, das ist kein Theater. Ich …

    von Florian Evers

ASSESSMENT CENTER UND APPLIED THEATRE

  • 1 Personalauswahl als theatrale Prozesse

    Assessment-Center-Verfahren sind Praktiken zur Personalauswahl, -entwicklung oder Potentialanalyse,1 die über ein Bewerbungsgespräch hinaus in den Bereich der Einschätzung von sozialer und methodischer Kompetenz, Fachwissen sowie Persönlichkeit, Auftreten und Kreativität reichen.2 …

    von Florian Evers

  • 2 Assessment Center avant la lettre

    Betrachtet man das Unternehmen als eine soziale Struktur, die – bis zu einem gewissen Grad wie eine Gemeinschaft – in sich geschlossen ein eigenes kulturelles Regelwerk mit eigener Sprachregelung und …

    von Florian Evers

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  • 3 Applied Theatre

    Applied Theatre ist ein Dachterminus und kann zugleich wissenschaftlich als ein contested concept119 bezeichnet werden. Zu diesem Schluss führt die Beobachtung, dass der Diskurs des Applied Theatre sich zwar zum …

    von Florian Evers

  • 5 Ernste Spiele in Rijswijk

    Das Stück246, das der Theaterwissenschaftler besuchen wird, hat keinen Titel. Vorab ist ihm unbekannt, wer eigentlich mitspielt. Kein Vorverkauf fand statt. Auch gab es keine Abendkasse, keine Ticketreservierung, keine Zeitungskritiken, …

    von Florian Evers

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ERNSTE SPIELE

  • 1 Spieleinführung

    Im vorangehenden Kapitel dieser Studie wurde dargelegt, dass diverse Praktiken von Personalauswahl- und Potentialanalyseverfahren einen theatralen Charakter aufweisen. Durch einen historischen Abriss der Entwicklung des Assessment-Center-Verfahrens und dem Vergleich zum …

    von Florian Evers

  • 2 Spielbegriffe

    The play frames upon which most applied drama and theatre workshops and performances are modelled often appear as merely fun, leisure, transient and inconsequential because play’s seriousness is often masked …

    von Florian Evers

  • 3 Spielästhetiken

    Zu einer Ethik des Spiels, wie sie der vorangehende Abschnitt andeutet, äußert sich Huizinga wie folgt: Das Spiel liegt außerhalb der Disjunktion Weisheit – Torheit, es liegt aber auch ebensogut …

    von Florian Evers

  • 4 Agon, Mehrwert und die Korruption der Spiele

    Caillois’ Spielbegriff Wie anfangs erläutert, ist Huizingas Homo Ludens lediglich einer von zahlreichen möglichen Einstiegspunkten in die geisteswissenschaftliche Betrachtung des Spiels, der nicht zuletzt auch gewählt wurde, da die hier …

    von Florian Evers

  • 5 Mise-en-abyme

    [[…]] „Ihre Fahrkarte bitte!“ Der Zugbegleiter der Deutschen Bahn tritt ins Abteil und wendet sich an den nächsten zu kontrollierenden Fahrgast, der allein in einer Zweiersitzreihe Platz genommen hat und …

    von Florian Evers

THEATRALE DISPOSITIVE

  • 1 Jenseits der Aufführungsanalyse

    Erweiterte Personalauswahlverfahren mit theatralen Komponenten – Rollenspielmodule im Assessment oder Development Center – lassen sich, so wurde in den vorangehenden Kapiteln dargelegt, als Ereignisse beschreiben, in denen Menschen an einem …

    von Florian Evers

  • 2 Der Dispositivbegriff

    Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass jedes Dispositiv ein Brei aus Sichtbarem und Sagbarem ist.29 Gilles Deleuze Die Frage, was in diesem Kontext ein Dispositiv sei, muss daraufhin konkretisiert …

    von Florian Evers

  • 3 Theater und Dispositiv

    Auch das Theater wurde und wird als ein ästhetisches Dispositiv beschrieben – als ein Arrangement aus Architektur, Diskurs, Blickstrukturen und Machtrelationen, in das Subjekte auf die jeweils spezifische Weise des …

    von Florian Evers

  • 4 Der „zynische Darsteller“

    Der Schlachtbetrieb180 „Wollt ihr, dass wir das hier alle gemeinsam umsetzen?“ F. L., die Führungskraft im mittleren Management der Call Center Outsourcing AG181 mit Verantwortung für ein ‚Projekt‘ mit etwa …

    von Florian Evers

  • 5 Spuren des Makrodispositivs

    Was die hier vorliegende Analyse, die den Versuch darstellt, den Dispositivbegriff mit theaterwissenschaftlicher Feldforschung und Aufführungsanalyse zu amalgamieren, nicht wird leisten können, ist en detail das Makrodispositiv zu zergliedern, in …

    von Florian Evers

RESÜMEE

  • 1 Ausblick

    Das unternehmerische Selbst geht einkaufen Am 24. Mai 2017 wurde in Berlin und Wittenberg der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag unter dem Motto Du siehst mich begangen. In der 20-Uhr-Ausgabe der …

    von Florian Evers

  • 2 Ergebnisse

    Ausgangspunkt dieser Studie war es, erweiterte Personalauswahlverfahren dem Korpus des Unternehmenstheaters und damit dem Applied Theatre zuzurechnen. Assessment Center, die maßgeblich Gegenstand wirtschaftswissenschaftlicher wie arbeits-, betriebs- und organisationspsychologischer Forschung sind, …

    von Florian Evers

  • 3 Maschinensturm?

    Im Verlauf dieser Arbeit wurde ein eher düsteres Bild vom Theater gezeichnet. Sind Applied-Theatre-Formen, dieser Logik folgend, lediglich Maschinen zur Zurichtung von Menschen mit einer freundlichen Oberfläche?28 Was ist das …

    von Florian Evers

Anhang

  • Literaturverzeichnis

    Abt, Clark C.: Ernste Spiele. Lernen durch gespielte Wirklichkeit, Köln 1971. Ackroyd, Judith: „Applied Theatre: Problems and Possibilities“, in: Applied Theatre Researcher, Number 1, 2000, S. 1–12. Dies.: „Applied Theatre …

    von Florian Evers

  • Internetressourcen

    Balfour, Michael/Flade, Kristin: „Limits, Failures and Ethics – Theatre and War. A Conversation between Kristin Flade and Michael Balfour“, The Aesthetics of Applied Theatre (Blog), September 2014, www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/v/applied-theatre/Blog/Kristin-Flade/Limits_-Failures-and-Ethics-_-Theatre-and-War.html (zuletzt aufgerufen …

    von Florian Evers

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  • Verzeichnis öffentlicher Aufführungen

    Anthony McCall: Line Describing a Cone, 1973, 31 Minuten. In einer Kopie der Freunde der Deutschen Kinemathek e. V. aufgeführt im Institut für Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin, 13. …

    von Florian Evers

  • Interviews

    Adamowsky, Natascha: „Copy – Gedanken zur ludischen Praxis des Nachahmens“, Vortrag auf der Konferenz Unfreiwillige Spiele – Zur Formung von Subjektivität in einer theatralen Gesellschaft, Institut für Theaterwissenschaft, Freie Universität …

    von Florian Evers

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  • Danksagung

    Vielen Leuten gilt bei der Entstehung dieses Buches mein Dank. Und außerordentlich dankbar bin ich dabei für sehr unterschiedliche Dinge: War die eine Person ein entscheidender Tippgeber für Forschungsliteratur oder …

    von Florian Evers

  • Der Autor

    Dr. Florian Evers, Theater- und Filmwissenschaftler, geboren 1981 in Lübeck, arbeitete als Autor, Game Designer und Dozent in Berlin. 2011 erschien seine Studie Vexierbilder des Holocaust zu Darstellungen der Shoah …