Lob des Realismus
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Assoziationen: Dramaturgie Debatte Bernd Stegemann
I. Die Debatte um den Realismus
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Maxim Gorki – Die Fantasie als Produktivkraft und ihre Eigentümer
Über sowjetische Literatur, 1934 „Das Hauptthema der europäischen und der russischen Literatur des neunzehnten Jahrhunderts ist die Persönlichkeit in ihrem Gegensatz zur Gesellschaft, zum Staat und zur Natur. Der Hauptgrund, …
von Bernd Stegemann
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Georg Lukács – Eigentümer erzählen vom Eigentum anders als alle anderen
Es geht um den Realismus, 1938 „Wenn die Literatur tatsächlich eine besondere Form der Spiegelung der objektiven Wirklichkeit ist, so kommt es für sie sehr darauf an, diese Wirklichkeit so …
von Bernd Stegemann
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Bertolt Brecht – Realismus ist die Antwort der Kunst auf eine Welt, die von Widersprüchen zerrissen ist
Arbeitsjournal 17. 10. 43 „was nun ist realistische kunst, etwa auf dem theater? illusionismus? sensualismus? alles in kolloquialer prosa, mit atmosphäre, undurchschaubar wie das leben selber? so sehr glaubhaft gemacht, …
von Bernd Stegemann
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Markus Gabriel – Realität ist dasjenige, was nicht verschwindet, wenn du ihm die Zustimmung entziehst
Existenz, realistisch gedacht, 2014 „Nennen wir ‚Neurokonstruktivismus‘ die antirealistische Theorie, die behauptet, dass wir niemals Dinge oder Tatsachen an sich wahrnehmen, sondern vielmehr nur dasjenige, was unser Gehirn auf der …
von Bernd Stegemann
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Postmoderne Klassiker – Unterbrechung, Re-entry und Selbstreferenz
„Wie bei allen Postmodernen gibt es wenig zu sehen und viel zu denken.“ Jean-François Lyotard29 Das Dogma postmoderner Ästhetiken besteht darin, Kunst, die etwas glauben machen will, als nicht zeitgemäß …
von Bernd Stegemann
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Slavoj Žižek – Der Einbruch des Realen ist nicht realistisch
Weniger als nichts. Hegel und der Schatten des dialektischen Materialismus, 2014 „Der Topos des ‚Tods des Subjekts‘, der Zerstreuung des Subjekts in ein Pandämonium konfligierender und fragmentierter Erzähllinien wird üblicherweise …
von Bernd Stegemann
II. Realismus der bürgerlichen Klasse
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Wahr ist, was sich gut anfühlt
Wenn unter Realismus eine ästhetische Methode verstanden werden soll, mit deren Hilfe wir der Realität beikommen können, und wenn ein solches die Realität aufschlüsselndes Verfahren nur wahr ist, wenn es …
von Bernd Stegemann
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Der authentische Bürger
Die Frage, über welche Eigenschaften sich eine Klasse selbst begreifen kann, hat in der Postmoderne die für sie typische Antwort gefunden: Die Klasse der Mittelschicht ist die Klasse derjenigen, die …
von Bernd Stegemann
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Gefühlsökonomie und Political Correctness
von Bernd Stegemann
Die Gefühlsökonomie der Postmoderne hat eine komplexe Waffe für sich konstruiert, mit der Opfer gegen hegemoniale Kräfte kämpfen können. Dieser komplizierte Kampf wird gemeinhin als Political Correctness bezeichnet, und es …
III. Realismus der Situation
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Dialektik und tragische Kollision
„Überhaupt aber ist die Erfindung der Situation ein wichtiger Punkt, der denn auch den Künstlern gewöhnlich große Not zu machen pflegt.“ G. W. F. Hegel „Ästhetik“49 Dialektik und tragische Kollision …
von Bernd Stegemann
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Die dramatische Situation des Theaters der frühen Neuzeit
Die erste große Zäsur in der Entwicklung der dramatischen Situation findet sich im Theater der Renaissance.53 Der Mensch tritt hier anders auf die Bühne als in der Antike oder im …
von Bernd Stegemann
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Die dramatische Situation des bürgerlichen Theaters
Die Entwicklung von Drama und Theater liegt am Beginn der Aufklärung und dann noch für lange Zeit in den Händen der bürgerlichen Klasse, die beide Künste für den Kampf gegen …
von Bernd Stegemann
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Die dramatische Situation des epischen Theaters und der Postmoderne
Vor allem gegen dieses romantische Glotzen wendet sich nun der nächste Schritt in der Entwicklung der dramatischen Situation: die epische Situation. Um die Dialektik wieder auf die Bühne zu bringen, …
von Bernd Stegemann
IV. Berichte aus der Arbeitswelt
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Berichte aus der Arbeitswelt
Berichte aus der Arbeitswelt sind im Drama selten. Obschon die Arbeitszeit für den Menschen in der modernen Arbeitsgesellschaft den weitaus größten Teil seiner Lebenszeit einnimmt, hat sie nur sehr sporadisch …
von Bernd Stegemann
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Henrik Ibsen „Ein Volksfeind“
Henrik Ibsens zwölf Gesellschaftsstücke sind in der Blütephase des bürgerlichen Realismus entstanden. In ihnen stehen der Stil der realistischen Darstellung und die Methode des Realismus noch in einem lebendigen Verhältnis. …
von Bernd Stegemann
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Peter Hacks „Die Sorgen und die Macht“
Die Uraufführung von Peter Hacks’ „Die Sorgen und die Macht“ war 1962 am Deutschen Theater in Ost-Berlin und hatte politische Auseinandersetzungen zur Folge, die schließlich zu einem Verbot der Aufführung …
von Bernd Stegemann
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Kathrin Röggla „wir schlafen nicht“
Georg Lukács stellte in der aufgeheizten Debatte der 1930er Jahre eine Frage, der heute wieder die gleiche Dringlichkeit zukommt. Er fragte, „ob der geschlossene Zusammenhang, die Totalität des kapitalistischen Systems, …
von Bernd Stegemann
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Elfriede Jelinek „Die Kontrakte des Kaufmanns“
Zwei Bankenskandale und eine Familienauslöschung sind der thematische Anlass für die Wirtschaftskomödie „Die Kontrakte des Kaufmanns“. Die österreichische Lebensmittelkette Meinl hatte die Meinl-Bank gegründet, die wiederum einen Immobilienfonds MEL (Meinl …
von Bernd Stegemann
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René Pollesch „Kill your Darlings! Streets of Berladelphia“
Das Theater der performativen Wende zahlt vorrangig mit der falschen Münze unserer Träume vom authentischen Leben. Echte Menschen bevölkern die Bühne, die Realitätseffekte der Performancekunst werden eifrig als Realness und …
von Bernd Stegemann
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Schluss
„Was nicht mehr begriffen werden kann, ist nicht mehr.“ G. W. F. Hegel80 Zum Schluss noch eine Geschichte, die Dietmar Dath aus dem Roman „Teranesia“ zitiert. Eine Studentin erzählt hier …
von Bernd Stegemann
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Über den Autor
Bernd Stegemann studierte Schauspieltheater-Regie an der Hamburger Theaterakademie und Philosophie und Germanistik an der FU Berlin und der Universität Hamburg, wo er mit einer systemtheoretischen Arbeit promovierte. Von 1999 bis …

