Theater der Zeit

  • Dossier

    Digitales Theater

    Hat es sie wirklich gegeben, diese erste Lockdown-Phase, in der Theater vorzugsweise als krisseliger Probenmitschnitt auf den heimischen Computerbildschirmen stattfand? Kaum zu glauben, wenn man heute mit theatereigenen VR-Brillen durch 360-Grad-Werke surft oder den multiplen Ichs des Medienkünstlers Arne Vogelgesang durchs Netz folgt! Soziologen wie Jonathan Harth denken uralte Theaterkategorien bereits in völlig neuen Dimensionen: Empathie durch virtuellen Körpertausch! Oder handelt es sich letztlich doch nur um alten Theaterwein in neuen Bühnenschläuchen?

  • Ich bin ein Anderer – Der Performer Arne Vogelgesang als Käfer.
    Ich bin ein Anderer – Der Performer Arne Vogelgesang als Käfer. Foto: unreal.theater
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  • „ZWEI“, Südtirol/Head-Mounted Display Recording

    Gespräch

    TdZ+ Pro
    Fotostrecke

    Ins Offene der Möglichkeiten

    Beat Brogle über die Entwicklung zu einer autonom digitalen Kunst im Gespräch

    Beat Brogle beschreibt sein Medienkunstprojekt ZWEI: Zwei autonome, algorithmische Figuren agieren ohne Choreografie im Raum. Er verknüpft ihr Reiz-Reaktions-Verhalten mit Leibniz’ Monadologie, Deleuze und Becketts Quadrat, grenzt es aber von klassischer KI ab.

    Was passiert, wenn ich auf diesen einen anderen treffe, immer wieder, unter den immer gleichen Bedingungen? Das ist eine sehr reduzierte, fast asketische Form von Intelligenz. Die Bubbles haben nichts außer sich selbst und den anderen.

    Beat Brogle

    von Thomas Irmer und Beat Brogle

    Foto: Beat Brogle

  • TdZ+ Pro

    Einführung in die szenische Robotik

    Bevor ich Melle2 das erste Mal begegnet war, kannte ich Roboter hauptsächlich aus Fabriken; außerhalb dieser waren sie mir allenfalls als rasenmähende oder staubsaugende Alltagshilfen über den Weg gelaufen. Doch …

    von Marcel J. V. Kieslich

  • Konzept/concept „Hyperstage“ – verwandelt reale Räume in neue digitale Bühnen/transforms real spaces into new digital stages

    Essay

    TdZ+ Pro

    Hacken für das Theater

    Die CyberRäuber kreieren Hyperbühnen, in denen sich virtuelle und erweiterte Realität sowie künstliche Intelligenz mit konventionellem Theater verbinden

    von Tom Mustroph

    Foto: CyberRäuber

  • A short poem is typed out in bold white font. The letters loom large over a complicated background of digitally collaged images. The furthest background layer is a sky forked with lightning. Next, a bleached, misty image of raindrops running down glass. On top of that is an archival poster image from one of Alexandrina’s Afrofuturist works Bounty Bars and Oreo Cookies (2015–2016), where her silhouette has been replaced with a funneling galaxy of stars. Her afro has purple-tinged edges. Dark, sprawling tree branches are laid on top of this alongside furry baobab seed pods – one of which has been broken open to reveal its seeds inside. All the seed pods have pink colouring applied in Photoshop. The images most in the foreground are of repeated caterpillar, cocoon, and butterfly photographs in the top right corner; in shades of inky blue and fluorescent lilac. And the bottom right-hand corner is an archival film still from Alexandrina’s work Embers (2016–2019). In this image, Alexandrina is double back-to-back with herself. Her face is painted a vibrant magenta, and she is wearing a rose-gold metallic fake leather jacket. She is slightly arching her neck, her gaze is downwards, and her lips are slightly apart. The poem reads: Have gone subterranean Search my spine for clarity Fuck acceptance Drink water
    Open AccessFotostreckeAudio

    Many Lifetimes-Series

    Alexandrina Hemsley arbeitet mit Tanz, Bild und Text und beschäftigt sich dabei mit den Sinnen und dem Körper. In diesem Beitrag präsentiert Hemsley eine Serie aus drei digitalen Collagen und Gedichten, die während der Recherche zum neuesten Stück „Many Lifetimes“ entstanden sind. Die Werke behandeln Veränderung, Trauer und das Leben im eigenen Körper. Der Ton schwankt zwischen einer ironischen Haltung gegenüber Selbsthilfe und einer nachdenklichen Perspektive darauf, wie behinderte Körper einfühlsam durch Lebensübergänge begleitet werden können.

    The tone varies from a tongue-in-cheek attitude about self-help to a more reflective sense of how disabled bodies can be held tenderly through life’s transitions.

    Alexandrina Hemsley

    von Alexandrina Hemsley

  • „Kostja“ von Sara Çalıs¸ kan, frei nach Anton Tschechow. In Kooperation mit der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Inszenierung von Alessa Bollack im Rahmen vom Festival Innovationslabor Zukunft

    Thema

    TdZ+

    Das Spiel mit Algorithmen stellt sich sogar dem Tod

    Am Staatsschauspiel Stuttgart lotete ein Innovationslabor Zukunft Möglichkeiten und Grenzen von KI in der Kunst aus

    von Elisabeth Maier

    Was wäre, wenn es ein Leben nach dem Tode gäbe? Künstliche Intelligenz macht es möglich, dass ein Avatar an die Stelle des Verstorbenen tritt. Mit dieser schaurigen Vision reizte Regisseur:in …

    Foto: Björn Klein

  • Marie Schulte-Werning, Lea Reihl und Gabriella Weber im Mixed-Reality-Theaterstück „Antropka“ am Theater an der Ruhr. Foto Franziska Götzen

    Auftritt

    TdZ+

    Theater an der Ruhr Mülheim: KI auf Körpersuche

    „Antropka“ (UA) nach einer Drehbuch-Idee von Maria Vogt – Text und Regie Maria Vogt (Theaterkollektiv KGI), Bühnenkonzeption und -programmierung Markus Wagner, Bühnenskulptur (Momis Gehirn) Jan Ehlen (RaumZeitPiraten), Kostüme Maria Vogt, Sounddesign und Musik Simon Kubisch (KGI)

    von Stefan Keim

    Foto: Franziska Götzen

  • Szene aus „Der Fall McNeal“ von Ayad Akhtar, Deutsch von Daniel Kehlmann. Deutschsprachige Erstaufführung am Burgtheater Wien

    Essay

    TdZ+

    Für ein Theater apparativer Dämonenbeschwörung

    Wie kontrollierter Kontrollverlust von KI die Möglichkeiten des Theaters erweitern könnte

    von Tina Lorenz

    Es ist kein Zufall, dass das Stück der Stunde ausgerechnet ein amerikanisches Well-Made-Play ist: Ayad Akhtars „Der Fall McNeal“, gerade zu sehen in Wien, Berlin und demnächst Düsseldorf, befasst sich …

    Foto: Tommy Hetzel, BURG

  • Szene aus „[EOL]. End of Life“, eine virtuelle Ruinenlandschaft. Performative Installation in Virtual Reality von DARUM (Victoria Halper und Kai Krösche). Eine Ko-Produktion von DARUM und brut Wien

    Thema

    TdZ+

    An der Grenze zum Leben

    Das Regieduo DARUM setzt sich in der VR-Performance „[EOL]. End of Life“ mit Trauer in Zeiten von KI-Avataren auseinander

    von Stefan Keim

    Foto: DARUM

  • Susanne Kennedy und Markus Selg, ULTRAWORLD
    TdZ+ Pro

    Weltentwürfe: Modulare Schauplätze

    Simulation. Worlds from scratch – bei Susanne Kennedy

    von Hannah Schünemann

    Intensive Farben, leichte, rhythmische Bewegung, hypnotische Anziehungskraft: Eine Art artifiziell überzeichnete Wasseroberfläche im Abendlicht bewegt sich in Form einer Videoprojektion sanft über die Gaze, die das Bühnenportal der Volksbühne Berlin …

    Foto: Julian Röder

Neuerscheinungen im Verlag

Theater der Zeit Cover Juni 2026
Theater der Zeit Cover Mai 2026 – Florentina Holzinger

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