Theater der Zeit

  • Das Wichtigste vom Tag

    Montag, 19. Oktober 2026

    Nestroy-Nominierungen bekannt gegeben ++ Autor und Dramaturg Mehdi Moradpour gestorben ++ Maria Happel verlängert Vertrag bei den Festspielen bis 2030 ++ GDBA protestiert gegen massenhafte Nichtverlängerungen ++ Volksbühnenpreis für Theaterliteratur zum zweiten Mal ausgeschrieben ++ Junges Theater erhält Springmann-Förderpreis 2026

Theater in den Regionen

Anstehende PremierenHeute und in den kommenden Wochen — D · A · CH
Alle Premieren
HeuteLAMENTOUASprechtheaterMadame NielsenVolkstheater Wien (Wien) · ÖsterreichRegie: Barbara Weber
MorgenDAS MONSTERPROJEKTUAKinder- & Jugendtheaterschallundrauch agencyDSCHUNGEL WIEN. Theaterhaus für junges Publikum Ges.m.b.H · DSCHUNGEL WIEN. Theaterhaus für junges Publikum (Wien)
MorgenIm Mondschein. Prolog/Feier/EpilogUASprechtheaterFlorian HeinNeue Bühne Senftenberg (Senftenberg) · BrandenburgRegie: Florian Hein · Bühne: Konrad WalkowKostüm: Konrad WalkowDramaturgie: Richard PfützenreuterBesetzung: Mirko Warnatz, Lena Conrad, Clara Luna Deina, Richard Fuchs, Marianne Helene Jordan, Matthias Manz, Janus Torp, Karsten Zinser
MorgenFür mich bitte WasserUASprechtheaterOliver BukowskiNeue Bühne Senftenberg (Senftenberg) · BrandenburgRegie: Mirko Böttcher · Bühne: Flavia SchwedlerKostüm: Magdalena FauckDramaturgie: Karoline FelsmannBesetzung: Daniel Borgwardt, Catharina Struwe, Janus Torp, Matthias Manz, Clara Luna Deina, Tom Bartels, Marianne Helene Jordan, Karsten Zinser, Richard Fuchs, Sybille Böversen
MorgenDas VersprechenSprechtheaterTheater Winterthur (Winterthur) · SchweizRegie: Elias Perrig · Bühne: Beate FassnachtKostüm: Beate Fassnacht
Theater-RegionenPremieren und Berichte unserer Korrespondent:innen.
  • Essay

    TdZ+ Pro

    „Sprechen, Sprechen und nochmals Sprechen“

    Sprechtechnik im Wandel

    Sprechen als wandelbares Praxisfeld statt überzeitliches Handwerk: Influencer:innen, „Experten des Alltags“ und inklusive Ensembles stellen die Norm des „schönen Sprechens“ infrage – vom Jessner-Leitsatz von 1925 bis zu Rimini Protokoll.

    Eine Norm des schönen Sprechens ist immer auch ein Filter, der Zwischentöne, stimmliche Färbungen und Ticks abkappt oder ihnen andere Sprechorte zuweist als jene des professionellen Sprechtheaters. Die Sprechnorm funktioniert wie die MP3-Komprimierung von Musik – bestimmte Obertöne fallen weg, der Sound wird clean.

    — Wolf-Dieter Ernst

    von Wolf-Dieter Ernst

  • Open AccessAudioVideo

    Access Denied

    Nadine McKenzie, Mitbegründerin der Unmute Dance Company aus Kapstadt, stellt ihren Videobeitrag „Access Denied“ vor, entstanden während der Pandemie. Während nicht-behinderte Menschen im Lockdown erstmals eingeschränkte Bewegungsfreiheit erlebten, ist das für behinderte Menschen oft Alltag. Das Video zeigt in drei Teilen die Barrieren dreier Personen. Nadines Teil handelt von Gebäuden, die für Rollstuhlfahrer*innen unzugänglich sind. Sie schlägt zwei Übungen vor: über eigene Erfahrungen mit Zugang nachzudenken und auf ihr Gedicht künstlerisch zu antworten.

    Where are they, Where have they gone, Where are they hiding, Who have kept them hidden, How many are they, How will they get out, Get out, come out, Kept away, Kept aside, Go that side, There is a ramp, Here, it is not accessible, Access, What is access, The right, the opportunity, to use or benefit from something, Well, that side, not here, Here, it is not accessible, You need to be able, Able, Ability, disability.

    — Nadine McKenzie

    von Nadine McKenzie

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Empfehlungen aus dem Shop

  • Das Osten-Festival 2026 in Zschornewitz.

    Bericht

    TdZ+

    Kunst-Trabant in Wolfen-Nord

    Zwischen Plattenbau und stillgelegtem Kraftwerk sucht das OSTEN Festival nach Zukunft – mit absurden Performances, kollektiven Erinnerungen und den Menschen vor Ort. Zum Abschied wird aus dem Kultursprint ein Marathon: In Wolfen soll die künstlerische Arbeit ganzjährig weitergehen.

    von Lara Wenzel

    Foto: Falk Wenzel

  • „Le Petit Pauvre d’Assise“, Musikalische Leitung Felix Bender, Inszenierung Kay Metzger am Theater Ulm, hier mit Samuel Levine als Franz von Assisi

    Essay

    TdZ+

    Hoffnungserzählungen

    Die Oper kann auch heute noch Utopien formulieren – aber auch gesellschaftliche Apokalypsen beschreiben

    von Stefan Keim

    Foto: Jochen Quast

  • Open Access

    Theater und Öffentlichkeit

    Vom öffentlichen Marktplatz zum abgedunkelten Saal: Wie sich Theater, Publikum und Öffentlichkeit historisch zueinander verhielten – von der griechischen Agora über mittelalterliche Passionsspiele bis zur bürgerlichen Öffentlichkeit nach Habermas – und was das für heutige Öffnungsdebatten bedeutet.

    Das städtische Fest und speziell die Theateraufführungen waren, wie damit eindrucksvoll belegt ist, nicht Angelegenheit einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht oder Gruppe, sondern betrafen vielmehr alle sozialen Schichten, die sich aus diesem Anlass in den Straßen und auf dem Marktplatz der Stadt zusammenfanden.

    — Erika Fischer-Lichte

    von Maria Nesemann

  • Chioma Mphelo, Chrisophocus Seboka, Kenzo Hendrix, Nidaa Husain und Thabang Chauke in "Kids"

    Auftritt

    TdZ+

    Kaserne Basel: Wirklichkeit erscheint

    „Kids“ – Konzept, Text und Regie Boris Nikitin, Director of Photography und konzeptuelle Zusammenarbeit Tšeliso Monaheng, Director of Photography Bantu Mahlangu, Sound Matthias Meppelink, Video Robin Elias Nidecker, Kostüm Nthabiseng Makone

    von Annette Hoffmann

    Foto: Bantu Mahlangu

  • „House Wash“ von Florentina Holzinger und Team zur Eröffnung der neuen Spielzeit an der Volksbühne

    Bericht

    TdZ+

    Hausputz und Weltgeschichte

    Die Berliner Volksbühne startet unter Matthias Lilienthal mit Florentina Holzinger, Rimini Protokoll und Anta Recke – zwischen präzise verzahnten Erinnerungen und hermetischem Expat-Theater

    von Thomas Irmer

    Foto: Mayra Wallraff

  • „Die Zukunft ist Horrorshow“, sagt Alex in „Clockwork Orange“ am Schauspielhaus Bochum

    Auftritt

    TdZ+

    Schauspielhaus Bochum: Knackwurst mit Sahnetorte

    „Clockwork Orange“ nach Anthony Burgess, übersetzt von Ulrich Blumenbach, in einer Bearbeitung von Claudia Bossard – Regie Claudia Bossard, Bühne, Kostüm Romy Springsguth, Mitarbeit Bühne Sanja Halb, Video, Musik Annalena Fröhlich, Lichtdesign Bernd Feldner

    von Stefan Keim

    Foto: Armin Smailovic

  • Kolorierte Handzeichnung eines Computerbildschirms, der mit einer Maus und einem Drucker verbunden ist. Aus dem Drucker ragt ein Blatt mit Linien und Quadraten.
    Open AccessFotostrecke

    Cartographies of Care: Mapping Micropolitics

    Der Beitrag stellt die Workshop-Anleitung Cartographies of Care: Mapping Micropolitics von Kamran Behrouz und Thubten Shontshang vor. Shontshang zeigt, wie diese Methode auf dem Vorgängerprojekt [mapping roots] aufbaut, das er 2022 mit seiner Schwester Tamara entwickelte. Anhand einer kurzen Geschichte der Kartografie als koloniales Machtinstrument erläutert er, wie Karten Wissen hierarchisieren und marginalisieren. Der Workshop nutzt Kartierung als dekoloniale, körperlich-persönliche Praxis, um abstrakte Theorie zu Micropolitics zugänglich zu machen und kollektiv über Fürsorge innerhalb dominanter Machtstrukturen zu reflektieren.

    Die Methode versteht sich als dekoloniale Praxis, um den oben beschriebenen historischen Prozess des strukturellen Unsichtbarmachens von Wissen und das Unterbinden von Zugängen zu Ressourcen zu unterbrechen. Die Auseinandersetzung über verschiedene Ebenen ist ein Ansatz, Karten nicht als Vereinfachung, sondern als komplexes Gefäß zu verstehen, das individuelles und mehrdimensionales (Erfahrungs-)Wissen zusammenträgt und so die Funktion von Karten als Werkzeug der Reduktion und Kontrolle durch dominante Machtpositionen umdreht.

    — Thubten Shontshang

    von Thubten Shontshang

    Foto: Luciano Stettler, 2025

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Theater der Zeit 9/2026
Theater der Zeit 9/2026
Theater der Zeit Cover Juni 2026
Theater der Zeit Cover Mai 2026 – Florentina Holzinger

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