Theater der Zeit

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Theater der Zeit 11/2015

Tilmann Köhler und Miriam Tscholl: Montagswirklichkeit Dresden

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Editorial

Und wieder ein Montag. Mittlerweile ziehen vor den Augen von Passanten und Medienöffentlichkeit Bilder vorbei, vor denen man, wie Miriam Tscholl sagt, am liebsten die Augen verschließen würde – es natürlich aber nicht tut. Mitte Oktober war es ein Galgen, der da in der Dresdner Innenstadt während der wöchentlichen Pegida-Demonstrationen emporgereckt wurde – mit je einem Strick für Sigmar „das Pack“ Gabriel und Angela „Mutti“ Merkel. Der Galgenträger berief sich auf Satire, doch die Dresdner Staatsanwaltschaft ermittelt – und erhielt daraufhin selbst Morddrohungen. Ermittlungen und Morddrohungen. Das ist die erschreckende Realität in Dresden, aber auch in anderen Teilen des Landes. Die Gesellschaft scheint angesichts der Flüchtlingskrise zu zerbersten. Kann Theater in dieser Situation überhaupt noch etwas bewirken? Die Institution, die …

Künstlerinsert

  • Entortete Stimmen

    Der Konzept- und Medienkünstler Olaf Nicolai über seine Arbeiten „Giro“ und „Non Consumiamo … (to Luigi Nono)“ bei der diesjährigen Biennale in Venedig im Gespräch mit Thomas Irmer

    von Thomas Irmer und Olaf Nicolai

Thema: Phobien der Gegenwart

  • Diffuses Angstgemisch – Die Pegida-Proteste, sagt Tilmann Köhler, richten sich nicht gegen Altersarmut oder soziale Ungerechtigkeit, sondern gegen eine sehr kleine Minderheit. Foto David Baltzer

    Montagswirklichkeit

    Miriam Tscholl, Leiterin der Bürgerbühne des Staatsschauspiels Dresden, und Hausregisseur Tilmann Köhler über die dunkle Seite der Zivilgesellschaft im Gespräch mit Michael Bartsch

    von Miriam Tscholl, Michael Bartsch und Tilmann Köhler

    Frau Tscholl, Herr Köhler, als Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich nach den Ausschreitungen vor einer Flüchtlingsunterkunft in Heidenau versuchte, mit empörten Bürgern zu reden, muffelte einer von diesen: „Für alles ham …

    Foto: David Baltzer

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  • Die offene Situation

    Wie in einem Frontex-Europa Sicherheit und Freiheit gegeneinander ausgespielt werden. Das Schauspiel Leipzig widmet sich zum Spielzeitauftakt offensiv den Phobien der Gegenwart

    von Gunnar Decker

Neuer Realismus

Protagonisten

Aktuelle Inszenierung

  • Eindruck des Authentischen – Ferdinand von Schirachs Gerichtsdrama „Terror“ am Deutschen Theater Berlin und am Schauspiel Frankfurt vertuscht das Fiktionale seiner Geschichte mit scheinbar dokumentarischen Details. Foto (Berlin): Arno Declair

    Im Widerspruchsfeld

    Am Deutschen Theater Berlin inszeniert Hasko Weber Ferdinand von Schirachs „Terror“, das Oliver Reese zeitgleich am Schauspiel Frankfurt zur Premiere bringt

    von Gunnar Decker und Christoph Leibold

    Berlin. Eine der Saaltüren steht so lange offen, dass man unwillkürlich immer wieder hinblickt. Die Türen sind von außenbereits beschriftet mit „schuldig“ und „unschuldig“. Jeder im Zuschauerraum weiß, dass der …

    Foto: Arno Declair

Kolumne

  • Auf Sendung

    „Es versendet sich“, wird da gesagt, aber nicht etwa, weil wir im Radio gelandet sind. Die beiden Herren, Herr Oberender und Herr Jörder, sind im Disput, auf eine durchaus engagierte …

Festivals

  • Augen auf, Augen zu

    Das Zürcher Theater Spektakel bildet inmitten der durchkapitalisierten Weltstadt immer noch einen alternativen Raum für politisches Theater

    von Armin Kerber

Look Out

Ausland

Auftritt

Stück

  • Heimatskram

    Die Regisseurin Anna-Sophie Mahler über ihre Bearbeitung von Josef Bierbichlers Roman „Mittelreich“ im Gespräch mit Sabine Leucht

    von Sabine Leucht

  • Mittelreich

    Musiktheater nach dem Roman von Josef Bierbichler In einer Fassung von Anna-Sophie Mahler und Johanna Höhmann

Magazin

Gespräch