Theater der Zeit

Theater der Zeit 5/2022

Was soll das Theater jetzt tun?

Eine Umfrage

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Editorial

Stas Zhyrkov, der die vorstehende Umfrage „Was soll das Theater jetzt tun?“ eröffnet, ist Intendant des Kiewer Theaters am Linken Ufer. Er konnte die Ukraine verlassen mit einer besonderen Genehmigung des Kulturministeriums. Daran kann man erkennen, dass die Regierung der Ukraine den russischen Angriffskrieg auch als Vernichtungskrieg gegen die ukrainische Kultur versteht und entsprechende Maßnahmen ergreift. Künstler wie Zhyrkov müssen überleben, um im Ausland den Wiederaufbau der Kultur in der Heimat vorzubereiten oder erst mal an der Bewahrung der ukrainischen Kultur im Ausland mitzuwirken. Dafür brauchen sie aber nicht nur die Genehmigung ihrer Regierung, sondern auch alle Unterstützung hier. Manchmal sind schon gute Anknüpfungspunkte gegeben, wie bei Stas Zhyrkov, der 2018 in Magdeburg „Warten auf Godot“ inszenierte (auf einem Feld …

Thema Ukraine

Was soll das Theater jetzt tun?

Theaterkünstler:innen antworten

STAS ZHIRKOV Regisseur und Intendant des Theaters am Linken Ufer in Kiew (s. Theater der Zeit 12/21 und Theater der Zeit 01/19), zurzeit in Litauen I am ok now, with …

von Thomas Ostermeier, Johan Simons, Yana Ross, Marina Abramovič, Steffen Mensching, Roberto Ciulli, Theodoros Terzopoulos, Burghart Klaußner, Lev Dodin, Jan Klata, Nino Haratischwili, Oliver Frljić, Aleksandar Denić, Marta Górnicka, Marina Davydova, Ewelina Marciniak, Julia Lwowski, Stas Zhirkov, Margarita Zieda und Pierre Henri Martin Bokma

Das vom russischen Luftangriff zerstörte Theater in Mariupol. Foto picture alliance
Das vom russischen Luftangriff zerstörte Theater in Mariupol.Foto: picture alliance

Künstlerinsert

Visualisierung des Neubaus Volkstheater Rostock

Das Wunder an der Warnow

Über den Neubau des Theaters in Rostock und dessen lange Vorgeschichte

von Juliane Voigt

Rostock hat was gutzumachen bei seinem Theaterpublikum. Weil sich die Rostocker Theaterfreunde seit 1943 in einem maroden Provisorium um vier Sparten drängeln, in dem zum Beispiel die Bühnenaufbauten bis heute …

Foto: Grafik Hascher Jehle Assoziierte GmbH Berlin

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Geschichte des Rostocker Volkstheaters

1786 Errichtung des ersten Theaters in Rostock 1880 Brand des alten Stadttheaters 1895 Errichtung eines neoklassizistischen Neubaus gegenüber dem mittelalterlichen Steintor, Architekt Heinrich Seeling, Hamburg. Bauzeit 15 Monate, Kosten 600 …

Theaterkünstler*innen

André Kaczmarczyk in der Inszenierung „Macbeth“ in der Regie von Evgeny Titov am Düsseldorfer Schauspielhaus. Foto Thomas Rabsch

Verschlungen vom Theater

André Kaczmarczyk rockt als Schauspieler und Regisseur das Düsseldorfer Schauspielhaus. Seit Neuestem ist er auch Fernsehkommissar im „Polizeiruf 110“ in Frankfurt (Oder)

Lady Macbeth ist tot. Einfach umgekippt, nicht von den Mauern des Schlosses Dunsinane gesprungen. Sie ist deutlich älter als Macbeth, mehr Mutter als Ehefrau. Er steht direkt daneben, ein schmaler …

Foto: Thomas Rabsch

Theatertreffen

Kommentar

Spielpläne im Virensturm

Das Schauspielhaus Bochum hat im gesamten März kaum einmal im großen Haus gespielt. Ob Aufführungen an den deutschsprachigen Theatern stattfinden, ist zu einer Art Lotterie geworden. Nicht nur Schauspielhäuser, besonders …

Foto: Birgit Hupfeld

Protagonisten

Stück

Auftritt

Temporeich vorgetragenes Schauspielertheater: Falilou Seck, Niels Bormann, Orit Nahmias, Aysima Ergün in „Rabatt“ am Maxim Gorki Theater. Foto Lutz Knospe

Berlin: Sayonara!

Maxim Gorki Theater: „Rabatt“ von Nora Abdel-Maksoud (UA). Regie Nora Abdel-Maksoud, Bühne Moïra Gilliéron, Kostüme Katharina Faltner

von Theresa Schütz

Foto: Lutz Knospe

Starke Charakterporträts des Ensembles: Marcus Michalski als Erik Jan Hanussen in „Der große Hanussen“ in der Regie von Klaus Hemmerle. Foto Patrick Pfeiffer

Esslingen: Schillernder Totentanz

Württembergisches Landesbühne Esslingen: „Der große Hanussen“ von Stefan Heym (UA). Regie Klaus Hemmerle, Übersetzung, Stephan Wetzel, Bühne und Kostüme Frank Chamier

von Elisabeth Maier

Foto: Patrick Pfeiffer

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Auf der Suche nach sich selbst: Flavius Hölzemann und Julia Keiling in „Solo Sunny“ in der Regie von Sebastian Kreyer. Foto Silke Winkler

Schwerin: Meta-Film

Mecklenburgisches Staatstheater: „Solo Sunny“ von Wolfgang Kohlhaase. Regie Sebastian Kreyer, Bühne und Kostüme Matthias Nebel

von Juliane Voigt

Foto: Silke Winkler

Magazin

De- und Rekontextualisierungsstrategien. In „Wir sind das Volk“ kehrt das Heiner-Müller-Programm von Laibach ans HAU zurück, hier: Agnes Mann. Foto Sašo Podgoršek

Die Zeit als Sinnverdichter

Das Heiner-Müller-Programm der slowenischen Band Laibach

von Tom Mustroph

Die in der beginnenden Pandemie halb vergessene Produktion „Wir sind das Volk“ von der Band Laibach mit Texten von Heiner Müller wird urplötzlich zum aktuellen Stück zur Lage. Gesagtes, Geschriebenes …

Foto: Sašo Podgoršek

Der Kommunikator zieht weiter

Eine Bilanz von Manuel Bürgin am Theater Winkelwiese in Zürich

von Dominik Busch

Manuel Bürgin ist ein Kommunikator. Er sagt, was er denkt, und wenn er erzählt, dann plastisch und konkret. Den Satz, der seine siebenjährige Intendanz (2015–22) am besten zusammenfasst, sagt er …

Das Ensemble von „Supernormales“ von Esther F. Carrodeguas, in der Regie von Iñaki Rikarte am Cetro Dramático National in Madrid. Foto Luz Soria

Aufbruchstimmung

Ein Drama-Showcase des Centro Dramático Nacional in Madrid

Spanien ist dieses Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse. Was das Theater und insbesondere die zeitgenössische spanische Dramatik angeht, ist die Kenntnis hier relativ gering. Aber das könnte sich nun ändern. …

Foto: Luz Soria

Gespräch