Theater der Zeit

  • Das Wichtigste vom Tag

    Freitag, 06. November 2026

    Mille Maria Dalsgaard bleibt Intendantin von neuem theater und Thalia Theater ++ Nachwuchspreis der Thalia Freunde für Bühnenbildner Julius E. Böhm ++ Volksbühne sucht Kinder für „Ophelia’s Got Talent“

  • Helene Weigel in Santa Monica im US-Exil, 1940er Jahre

    Magazin

    TdZ+

    Faszinierende Gestaltwandlerin

    Maria Wischnewskis Film „Helene Weigel – Revolutionärin im Rampenlicht“ zeigt ein beeindruckendes Porträt der Schauspielerin und ersten Intendantin des Berliner Ensembles

    von Thomas Irmer

    Foto: Akademie der Künste Berlin/Bertolt-Brecht-Archiv, Foto Gerda Goedhard

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  • TdZ+ Pro

    Darsteller erinnern sich: Nora Mank

    Aus TdZ 7/1984

    Nora Mank blickt auf ihre Karriere als Primaballerina der Deutschen Staatsoper Berlin zurück: von der Ausbildung bei Tatjana Gsovsky über das prägende Leningrad-Studium bei Naima Baltatschejewa bis zu Lieblingsrollen wie Julia und ihrem Rückzug 1972 nach Lilo Grubers Weggang.

    Ich hatte das große Glück, zu Naima Baltatschejewa, dieser wunderbaren Pädagogin, zu kommen. Sie schaffte es, mich in kurzer Zeit so weit zu bringen, daß ich 1955 in einem Ballettabend des Kirow-Theaters als Solistin in »Chopiniana« tanzte, gemeinsam mit Kolpakowa, Jastrebowa und Semjonow. Im selben Programm trat die Dudinskaja als Giselle auf.

    — Nora Mank

    von Dietmar Fritzsche

  • Konsequentes Körpertheater: das Ensemble von „Ewige Sonne“ in der Regie von Tilman Köhler an den Bühnen Bern

    Auftritt

    Bühnen Bern: Die Hitzetoten landen im Paradies

    „Ewige Sonne“ nach den Romanen „Sturz in die Sonne“ und „Dorf im Himmel“ von Charles Ferdinand Ramuz – Regie Tilmann Köhler, Bühne Karoly Risz, Kostüme Susanne Uhl, Musik Matthias Krieg, Choreografie Gal Fefferman

    von Elisabeth Maier

    Foto: Florian Spring

Theater in den Regionen

Anstehende PremierenHeute und in den kommenden Wochen — D · A · CH
Alle Premieren
HeuteGUGUS!ZirkusRebecca WeingartnerDSCHUNGEL WIEN. Theaterhaus für junges Publikum Ges.m.b.H · DSCHUNGEL WIEN. Theaterhaus für junges Publikum (Wien)Regie: Rebecca Weingartner · Bühne: Eric Scherrer, Claudio BagnoBesetzung: Demian Bucci, Guilhèm Charrier
HeuteSchokoladeKinder- & JugendtheaterTina MüllerTheaterhaus Frankfurt (Frankfurt am Main) · HessenRegie: Günther HenneDramaturgie: Julia PohlmannBesetzung: Michael Meyer, Uta Nawrath, Susanne Schyns
HeuteFaust ISprechtheaterJohann Wolfgang von GoetheResidenztheater (München) · BayernRegie: Ulrich Rasche · Bühne: Ulrich RascheKomposition: Alfred BrooksKostüm: Annika LuLicht: Gerrit JurdaVideo: Florian SeufertDramaturgie: Yvonne Gebauer, Constanze KarglBesetzung: Valery Tscheplanowa (Mephistopheles), Max Rothbart (Valentin), Steven Scharf (Faust), Anna Drexler (Margarete), Johannes Nussbaum (Junger Faust)
HeuteMUTTER COURAGE UND IHRE KINDERSprechtheaterBertolt BrechtHans Otto Theater (Potsdam) · BrandenburgRegie: Bettina Jahnke · Bühne: Dorit LievenbrückMusikalische Leitung: Martin KlingebergKostüm: Dorit LievenbrückDramaturgie: Bettina Jantzen
Theater-RegionenPremieren und Berichte unserer Korrespondent:innen.

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Empfehlungen aus dem Shop

  • Open Access

    Theater und Legitimation

    Theater muss seine gesellschaftliche Legitimität immer wieder neu begründen: Von Lessings und Schillers Idee der Schaubühne als moralischer Anstalt über Nationaltheater und öffentliches Gut bis zu aktuellen Debatten um Systemrelevanz, Publikumsschwund und rechte Kulturpolitik.

    Wenn uns der Staat oder die Gesellschaft eine Aufgabe gibt, dann wäre es auch ganz gut, wenn sie uns die Aufgabe auch ausführen lässt.

    — Ulrich Khuon

    von Maria Nesemann

  • Auf dem Foto sieht man eine Menschenansammlung an der großen schweizweiten Behinderten-Demonstration in Bern am 20. Juni 1981. Ein Mann im Hintergrund hält ein Transparent auf dem Schoß. Im Vordergrund des Fotos ist Ursula Eggli. Sie benutzt einen Rollstuhl und hat ein feministisches Symbol auf die Wange gemalt. Neben ihr sitzt die Behindertenaktivistin und Künstlerin Cornelia Nater. Das Foto wurde von der Fotografin und Aktivistin Helga Leibundgut gemacht. Sie war eine Bekannte von Ursula Eggli und Mitglied der Frauenbefreiungsbewegung FBB. (Schweizerisches Sozialarchiv, F 5110-Fc-102)
    Open Access

    Historische Perspektiven auf politisch-künstlerische Praktiken der Disability Culture entlang Ursula Egglis Arbeiten

    von Celestina Widmer

    Celestina Widmer zeichnet anhand der Schweizer Schriftstellerin und Behindertenaktivistin Ursula Eggli (1944–2008) die historische Verwobenheit von künstlerischer Praxis und Aktivismus in der Disability Culture nach. Eggli setzte sich seit den 1970er Jahren für Rechte behinderter und queerer Menschen ein, gründete Vereine und schrieb Bücher, die Ausgrenzung und Gewalt thematisierten, zugleich aber utopische Gegenentwürfe wie das „Freakland“ entwarfen. Widmer verortet Egglis Werk im Kontext transnationaler Bewegungen und plädiert dafür, diese Geschichte des Kampfes nicht zu vergessen.

    Geschichten können doch nie zu Ende sein. Geschichten gehen unendlich weiter, wachsen und wuchern, treiben Blüten und Früchte oder auch Dornen und sie haben ihre Wurzeln in der unermesslichen Fülle der Zeit. Vielleicht dorren sie mal stückweise ab, aber bestimmt entstehen sie neu aus einem unbeachteten Samenkorn und bekommen dann ein wundersames Eigenleben.

    — Ursula Eggli

    Foto: Helga Leibundgut, Schweizerisches Sozialarchiv, F 5110 Fc 102

  • Essay

    TdZ+

    Digitales Theater: Erweiterung der Theaterinstitution?

    Thusneldas Runder Tisch #07 – Im Gespräch mit der intermedialen Theatermacher:in Caspar Weimann – Initiator:in des Kollektivs onlinetheater.live und Honorarprofessor:in für Schauspiel an der ADK Baden-Württemberg – über Rituale innerhalb einer Institution, Aufmerksamkeitsökonomie auf Social-Media-Plattformen, künstlerische Praktiken aus der freien Marktwirtschaft und die (noch geringe) institutionelle Förderung von Content Creation.

    von Thusnelda Marín Jungmann

    Foto: Malika Ouis / Stella Butz / Wikipedia Creative Commons / Lina Wölfel

  • Proxemik im Film

    Auch im Film bleibt Proxemik zentral: Der Raum wird relational, entsteht im Zusammenspiel der Darstellenden und prägt Körper, Stimme und Blick. Die Imagination des Publikums bildet einen dritten Referenzpunkt – die Prinzipien der Bühne bleiben, die Mittel ändern sich.

    Die Bühnenausbildung hat uns vielleicht beigebracht, bis in die letzte Reihe zu sprechen – im Film sitzt diese letzte Reihe nun eben direkt im Objektiv. Die Mittel verändern sich, die Prinzipien bleiben. Oder zugespitzt formuliert: Man muss vor der Kamera nicht lauter, aber genauso präzise wissen, wo(hin) man spricht, steht und denkt.

    — Lars-Ole Haag

    Foto: privat

  • Kolumne

    TdZ+

    Wir gehen rein

    Die neue Spielzeit beginnt, wie Spielzeiten beginnen müssen: mit einem Wort oder einem Satzfragment, groß genug, um über der Stadt zu thronen, offen genug, um jede Premiere darunter zu verwursteln. …

    Foto: Felix Adler

  • Das Wutschwert muss man herausziehen, bevor es weitergeht
Kampnagel goes Thalia Gaußstraße
von Meine Damen und Herren mit Gob Squad
Premiere: 16.10.26
Von und mit: Katharina Bromka, Lis Marie Diehl, Christoph Grothaus, Merle Handzsuj, Melanie Lux, Noa Michalski, Sean Patten, Tom Reinecke, Sarah Thom, Bastian Trost 
Outside Eye: Sina Schröppel, Simon Will
Technische Leitung und Bühnenbild: Henrik Weber 
Kostüm: Janne S. Plutat 
Video: 17 motion - Lutz Auhage, Sebastian Ganser, Frederik Hinze, Iskender Kökçe, Alexander Schwendemann 
Musik: Ensemble, Christoph Grothaus
    TdZ+

    Kampnagel/Thalia Theater Hamburg: Zorn mit Wohlfühlfaktor

    „Das Wutschwert muss man herausziehen, bevor es weitergeht“ von Meine Damen und Herren mit Gob Squad (UA) – Outside Eye Sina Schröppel, Simon Will, Technische Leitung und Bühnenbild Henrik Weber, Kostüm Janne S. Plutat, Video 17 MOTION – Lutz Auhage, Sebastian Ganser, Frederik Hinze, Iskender Kökçe, Alexander Schwendemann, Musik Ensemble, Christoph Grothaus

    von Christoph Leibold

    Foto: Katrin Ribbe

  • Essay

    TdZ+ Pro

    „Sprechen, Sprechen und nochmals Sprechen“

    Sprechtechnik im Wandel

    Sprechen als wandelbares Praxisfeld statt überzeitliches Handwerk: Influencer:innen, „Experten des Alltags“ und inklusive Ensembles stellen die Norm des „schönen Sprechens“ infrage – vom Jessner-Leitsatz von 1925 bis zu Rimini Protokoll.

    Eine Norm des schönen Sprechens ist immer auch ein Filter, der Zwischentöne, stimmliche Färbungen und Ticks abkappt oder ihnen andere Sprechorte zuweist als jene des professionellen Sprechtheaters. Die Sprechnorm funktioniert wie die MP3-Komprimierung von Musik – bestimmte Obertöne fallen weg, der Sound wird clean.

    — Wolf-Dieter Ernst

    von Wolf-Dieter Ernst

  • Open AccessAudioVideo

    Access Denied

    Nadine McKenzie, Mitbegründerin der Unmute Dance Company aus Kapstadt, stellt ihren Videobeitrag „Access Denied“ vor, entstanden während der Pandemie. Während nicht-behinderte Menschen im Lockdown erstmals eingeschränkte Bewegungsfreiheit erlebten, ist das für behinderte Menschen oft Alltag. Das Video zeigt in drei Teilen die Barrieren dreier Personen. Nadines Teil handelt von Gebäuden, die für Rollstuhlfahrer*innen unzugänglich sind. Sie schlägt zwei Übungen vor: über eigene Erfahrungen mit Zugang nachzudenken und auf ihr Gedicht künstlerisch zu antworten.

    Where are they, Where have they gone, Where are they hiding, Who have kept them hidden, How many are they, How will they get out, Get out, come out, Kept away, Kept aside, Go that side, There is a ramp, Here, it is not accessible, Access, What is access, The right, the opportunity, to use or benefit from something, Well, that side, not here, Here, it is not accessible, You need to be able, Able, Ability, disability.

    — Nadine McKenzie

    von Nadine McKenzie

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Neuerscheinungen im Verlag

Cover „Theater überall! 20 Jahre Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum“
double 54 – Dinge unterwegs
Theater der Zeit 11/2026
Theater der Zeit 9/2026
Theater der Zeit 9/2026
Theater der Zeit Cover Juni 2026